Für den 32-Jährigen ist es ein weiteres sportliches Erlebnis, das eine bereits spannende Reihe von Rad-Touren ergänzt. „Lange Fahrten kosten Überwindung“, erklärt der angehende Heilerziehungspfleger im Blindenwerk Westfalen (BWW) in Valbert. „Ich stelle alle anderen Bedürfnisse in den Hintergrund und fokussiere das Ziel.“
Mit ähnlichen oder gar längeren Touren wie dem 2.000-Kilometer-Three Peaks Bike Race von Wien nach Nizza, das er in knapp sieben Tagen bewältigte, oder einer Spendentour von Flensburg nach Friedrichshafen konnte er bereits eingehende Erfahrungen sammeln.
Mit Dankbarkeit und Muskelkraft zu Höchstleistungen
Seine jüngste Fahrt absolvierte er in einer Tour ohne längere Pausen. Für die Nachtfahrten hatte ihn die die Firma Busch + Müller mit einem extra starken Nachtlicht ausgestattet. Antrieb für seine Extrem-Touren ist immer wieder die Dankbarkeit für die Möglichkeit, die Natur zu erleben und dabei aus eigener Kraft voranzukommen.
Der gute Zweck, der bei der Berlin-Fahrt gleich in doppelter Hinsicht zum Tragen kam, war eine besondere Motivation. Denn neben der Aufstockung des Kilometer-Kontos fürs Stadtradeln war es auch eine Sponsoren-Tour. David Barkholz sammelt damit Spenden für das Projekt „Klick a Tree“. Damit wird die Aufforstung eines Mangrovenwaldes auf den Philippinen unterstützt. „Die Bäume, die mit unserer Hilfe gepflanzt werden, würden auch dann noch CO2 in Sauerstoff umwandeln, wenn ich bereits alt bin und nicht mehr übers Radfahren nachdenke.“
Von Meinerzhagen über den Brocken nach Berlin
So führte sein Weg vorigen Donnerstag von Paderborn über den Brocken im Harz und Magdeburg bis zum Brandenburger Tor. Bei seiner Familie traf Immanuel David Barkholz dann pünktlich zum Kaffee ein. Nach einer Stippvisite in der Hauptstadt ging es wieder nach Hause, wo zu Beginn dieser Woche wieder die Arbeit rief.


Viel Zeit zum Ausruhen blieb da nicht. Aber da das Rad fester Bestandteil seines Alltags und dabei Transportmittel sowie Sporteinheit zugleich ist, fühlt er sich fit und ausgeglichen. Seine Botschaft zum Abschluss einer beeindruckenden Tour: „Das Pendeln mit dem Rad kann das Leben eigentlich nur bereichern, und ich hoffe, dass viele diese Erkenntnis durch das Stadtradeln neu oder wieder gewinnen. Statt des Autos das Rad zur Arbeit zu nehmen, ist ein erster und ganz wichtiger Schritt – ist der Stein erstmal ins Rollen gekommen, wird es schwer, das Rad stehen zu lassen.“
Wer sich an der Sponsoring-Aktion von Immanuel David Barkholz, die er gemeinsam mit dem LIONS-Fitness-Studio ins Leben gerufen hat, beteiligen möchte, kann sich gerne per E-Mail an Thorben Radtke [email protected] wenden. Bei der Initiative werden pro erradelten 100-Kilometereinheiten Spenden für die Anpflanzung von Mangrovenbäumen auf den Philippinen und die Reinigung des Ozeans gesammelt.









