Die Lüdenscheider Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) will den Diebstahlsschutz bei Fahrrädern verbessern. Deshalb bietet der ADFC am Stadtfest-Sonntag, 13. September, von 11 bis 15 Uhr eine Codierungsaktion an.
Codierte Fahrräder sind als Diebesgut schwerer zu verkaufen. Die Codierung ist daher effektiver Diebstahlschutz. Sie zeigt, wer Eigentümer des Fahrrads ist, und macht es der Polizei leicht, aufgefundene Fahrräder ihren Eigentümern zuzuordnen. Dazu kommt: Codierte Fahrräder werden seltener gestohlen, da sie auf dem Schwarzmarkt nur geringen Wert erzielen.
Verschlüsselte Rahmenprägung
An der verschlüsselten Nadelprägung am Rahmen kann die Polizei den Besitzer feststellen, anders als bei vielen Rahmen-Nummern. Und das sogar ohne Registrierung. Deshalb rät die Polizei zu dieser Diebstahl-Prävention.
Der Info- und Codierstand des ADFC befindet sich am 13. September gegenüber der früheren Post-Apotheke am Rathausplatz. Mit dem Fahrrad ist der Stand gut über die Rathausplatz-Zufahrt an der Martin-Niemöller-Straße/Postgebäude zu erreichen.
Kaufnachweis wichtig
Wer sein Fahrrad codieren lassen möchte, sollte den Kaufnachweis für das Fahrrad (Kaufvertrag/Rechnung), seinen Personalausweis und - falls vorhanden - den ADFC-Mitgliedsausweis mitbringen. Fahrräder mit aktuell laufendem Leasingvertrag und Räder mit Carbon-Rahmen werden nicht codiert. Auch Nicht-Mitglieder können die Codierung erhalten.
Mitglieder zahlen für die Rahmenprägung zehn Euro, alle anderen Radfahrer zwanzig Euro. Es wird vor Ort bar bezahlt.
Weitere Informationen: https://touren-termine.adfc.de/radveranstaltung/204847-fahrradcodierung-als-diebstahlpravention
Ziffern-Buchstabenkombination
Wie funktioniert die Codierung? Der Code wird am Rahmen des Fahrrads eingraviert, eingeprägt oder aufgeklebt. Der Code besteht aus einer Ziffern- und Buchstabenkombination. Sie wurde von der Polizei Bergisch-Gladbach in den 1990er-Jahren entwickelt und von der Polizei Friedberg in Hessen verfeinert.
Der Code ist die „Eigentums-Identifizierungs-Nummer“ (EIN-Code). Der Code setzt sich zusammen aus dem Autokennzeichen sowie der Gemeinde- und Straßenkennzahl des Wohnortes und wird ergänzt durch die Hausnummer und die Anfangsbuchstaben der Eigentümer.
Der ADFC empfiehlt, den Code durch eine zweistellige Jahreszahl am Ende noch präziser zu gestalten. Hier ein fiktives Beispiel für den EIN-Code: ORT1234567890AB21.









