Die Fraktion 'Die Linke' im Lüdenscheider Stadtrat will in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz am 16. September konkrete Auskünfte zur Umsetzung des städtischen Hitzeaktionsplans erhalten. Angesichts zunehmender Hitzebelastungen infolge der Klimakrise und deren Folgen für besonders gefährdete Menschen sowie Beschäftigte im öffentlichen Dienst fordert die Fraktion eine nachvollziehbare Bilanz der bislang ergriffenen Maßnahmen.
In einer Anfrage kritisiert Die Linke, dass die Verwaltung zwar bereits über umgesetzte Maßnahmen berichtet habe, eine konkrete und überprüfbare Darstellung bislang jedoch fehle. Hitzeschutz dürfe nicht bei Ankündigungen oder Öffentlichkeitsarbeit stehen bleiben, sondern müsse bei den Menschen tatsächlich ankommen, argumentiert die Fraktion.
Ein Schwerpunkt der Anfrage ist die im Hitzeaktionsplan vorgesehene digitale „Kühle-Orte-Karte“. Die Linke will wissen, ob die Karte inzwischen fertiggestellt wurde und wie Menschen erreicht werden sollen, die keinen Zugang zu digitalen Angeboten haben. Auch zum Stand der Refill-Kampagne für kostenloses Trinkwasser verlangt die Fraktion Informationen.
Darüber hinaus geht es um die Reichweite von Informationskampagnen, die sich insbesondere an ältere und alleinlebende Menschen richten. Die Fraktion möchte außerdem erfahren, ob während der diesjährigen Hitzewochen bei öffentlichen Veranstaltungen kostenfreie Trinkwasserangebote zur Verfügung standen.
Auch der bauliche Hitzeschutz steht im Fokus. Die Linke fragt danach, welche städtischen Gebäude bereits für einen besseren sommerlichen Wärmeschutz nachgerüstet wurden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Schulen und Kindertagesstätten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Anfrage betrifft den Arbeitsschutz von Rettungskräften. Die Fraktion will wissen, ob neu geplante Feuer- und Rettungswachen mit Klimaanlagen ausgestattet werden und ob aktuelle Gefährdungsbeurteilungen zur hitzebedingten Belastung der Beschäftigten vorliegen. Zudem erkundigt sich Die Linke, ob es Dienstanweisungen gibt, die Beschäftigten bei extremer Hitze Abweichungen von bestehenden Kleiderordnungen ermöglichen.
Mit ihren Fragen will die Fraktion 'Die Linke' nach eigenen Angaben klären, wie weit die im Hitzeaktionsplan angekündigten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt sind und ob der Hitzeschutz in Lüdenscheid auch unter den Bedingungen zunehmender Extremtemperaturen wirksam greift.









