Wenige Tage nach dem Bautz Festival am Nattenberg Stadion erreichte die Redaktion eine Stellungnahme der Lüdenscheider Fraktion Die Linke. Diese lobt die gelungene und erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung, doch kritisiert im gleichen Zuge die zu hohen Eintrittspreise. Sozialhilfe-Beziehende wurden demnach, laut Linke-Fraktionsvorsitzendem Jupp Filippek, frühzeitig von der Teilnahme an dem Outdoor-Event ausgeschlossen: „Obwohl die Eintrittspreise im Vergleich zu anderen Festivals als moderat zu bezeichnen sind, ist er für einen großen Teil der Lüdenscheider Einwohner trotzdem unerschwinglich“.
Die finanzielle Situation habe es hilfsbedürftigen Lüdenscheidern nicht möglich gemacht. Filippek spricht von einer entwürdigen Szenerie, die sich vor dem Festival abspielte. „Einige von ihnen nutzten immerhin die Gelegenheit, die für das ´Vorglühen´ auf dem Weg zum Festival abgestellten leegetrunkenen Bierflaschen einzusammeln und für ein kleines Zubrot einzutauschen“, so der Fraktionsvorsitzende.
Einen Lösungsansatz habe Die Linke noch vor Beginn des Festivals vorgeschlagen und gefordert, dass Menschen im Sozialleistungsbezug Eintrittskarten zu einem Sozialtarif in Höhe von fünf Euro erhalten sollten – auch die Veranstalter hätten hier von mehr Einnahmen profitieren können. Filippek bedauert, dass weder der Bürgermeister Sebastian Wagemeyer noch die im Rat vertretenen Parteien oder der Veranstalter auf den Vorschlag eingegangen sind. „Dadurch wäre keine zusätzliche finanzielle Belastung entstanden. Vielmehr wäre das Gegenteil eingetreten“, sagt er.










