Arbeitslosenzahlen
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Juli 2022 wieder gestiegen. Insgesamt waren 14.745 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 702 Personen oder 5,0 Prozent mehr. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 906 Personen bzw. 5,8 Prozent.
Langzeitarbeitslosigkeit
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat gesunken. 6.315 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,0 Prozent (5.559 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 10 Langzeitarbeitslose weniger. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 819 Personen.
Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 4.614 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat erhöht um 366 Personen bzw. 8,6 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 660 Personen oder 12,5 Prozent.
Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II
Aktuell betreut das Jobcenter Märkischer Kreis in 15.962 Bedarfsgemeinschaften 21.525 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Gegenüber dem Vormonat hat die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften um 234 und die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten um 240 Personen infolge des weiteren Zugangs geflüchteter Menschen aus der Ukraine zugenommen. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im Juli um 336 auf 10.131 Personen und fällt um 246 Personen bzw. um 2,4 Prozent geringer aus als vor einem Jahr.
Stellenangebot
Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 847 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (-9 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 5.680 offene Stellen, 122 mehr als im Vormonat und 997 mehr als im Vorjahresmonat.
Kommentar
„Die Arbeitslosigkeit ist im Juli gestiegen“, berichtet Stefan Steinkühler, Geschäftsführer Operativ der Iserlohner Arbeitsagentur, und beleuchtet die Gründe für den Anstieg: „Wir sehen auch in diesem Monat den saisonal üblichen Effekt, den wir schon im Juni beobachten konnten. Junge Menschen melden sich in den Sommermonaten übergangsweise arbeitslos nach dem Schulabschluss oder wenn sie nach Beendigung ihrer betrieblichen Ausbildung nicht von ihren ausbildenden Betrieben übernommen wurden. So sind in der Altersgruppe unter 25 Jahren gegenüber Juni 145 Arbeitslose mehr (+15,2 Prozent) gemeldet. Im SGB II Bereich lassen die ukrainischen Geflüchteten den Arbeitslosenbestand deutlich steigen, die seit Juni in die Grundsicherung für Arbeitssuchende einfließen. Wir möchten diesen Menschen in den nächsten Monaten den Zugang zu Arbeit ermöglichen. Dazu sind zunächst der Erwerb von Deutschkenntnissen und die Qualifizierung wichtige Themen, die wir begleiten“.

Einschätzung für die kommenden Monate
Für die Zukunft bleibt abzuwarten, inwieweit Faktoren wie Preissteigerung, Energieknappheit oder Lieferkettenproblematik die wirtschaftliche Entwicklung im Märkischen Kreis dämpfen und sich auf den Arbeitsmarkt auswirken.
Trotz des aktuellen Anstiegs liegt die Arbeitslosigkeit deutlich unter dem Vorjahresmonat. Damals waren 15.651 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Die Zurückhaltung der Arbeitgeber aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation spiegelt sich wie schon in den Vormonaten beim Melden offener Stellen wider. Im Juli sind 847 neue Stellen hinzugekommen, das sind 9 weniger als im Juni.
„Wenn wir uns den Bestand anschauen mit 5.680 offenen Stellen, der gegenüber dem Vormonat überdurchschnittlich gestiegen ist, sehen wir weiterhin eine hohe Nachfrage an Arbeitskräften. Die Chancen der Arbeitsuchenden, eine neue Beschäftigung zu finden, sind unverändert gut“, so Stefan Steinkühler. Gut ausgebildete Fachkräfte werden nach wie vor gesucht, im Märkischen Kreis traditionell besonders im verarbeitenden Gewerbe.
Mit der sich verändernden Arbeitswelt sind Klimawandel, Demografie, Automatisierung, Digitalisierung, Fachkräftesicherung, Strukturwandel und De-Globalisierung die zentralen Themenfelder, die zu weitreichenden Veränderungsprozessen am Arbeitsplatz führen. Um auch vor diesem Hintergrund den Fachkräftebedarf zu sichern und in der Region gut aufgestellt zu sein, nehmen die Themen Weiterbildung und Qualifizierung einen immer größeren Stellenwert ein.
Die Agentur für Arbeit hat sich das Thema „Qualifizierung in der Transformation“ auf die Fahnen geschrieben und startet im August eine Kampagne mit dem Appell an Netzwerkpartner, Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen, die Transformation bzw. die eigene berufliche Zukunft mitzugestalten und verstärkt auf Qualifizierung in der sich verändernden Arbeitswelt zu setzten.
Agentur für Arbeit Lüdenscheid
Die Zahl der Arbeitslosen der Agentur für Arbeit Lüdenscheid setzt sich zusammen aus arbeitslosen Menschen der Städte und Gemeinden Lüdenscheid, Halver, Schalksmühle, Kierspe und Meinerzhagen. Die Arbeitslosigkeit ist zum Vormonat um 314 auf 5.077 Personen gestiegen. Das sind 369 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Juli 7,3 Prozent für die Geschäftsstelle Lüdenscheid und 5,6 Prozent für die Geschäftsstelle Kierspe.
Hinweis: Infolge der Schließung der Geschäftsstelle Kierspe fließen ab Juli 2022 alle Ergebnisse aus der Geschäftsstelle Kierspe in die Geschäftsstelle Lüdenscheid ein. Bis zur letztlichen statistischen Umstellung werden allerdings noch die Arbeitslosenquoten für beide Geschäftsstellen ausgewiesen.
Die Zahlen für Lüdenscheid
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Lüdenscheid im Juli 2022 gestiegen. 3.105 Personen waren ohne Job. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 189 Personen (6,5 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen damit um 380 Personen. Damals waren 3.485 Lüdenscheider ohne Job. Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei minus 10,9 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 1.460 Frauen, 1.217 Ausländer, 218 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 708 Arbeitslose 55 Jahre und älter. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Juli 7,8 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 8,7 Prozent.
Die Zahlen für Halver
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Halver im Juli 2022 gestiegen. 544 Personen waren ohne Job. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 32 Personen (6,3 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslos en damit um 3 Personen. Damals waren 541 Halveraner ohne Job. Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei plus 0,6 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 264 Frauen, 191 Ausländer, 33 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 171 Arbeitslose 55 Jahre und älter. Da die Gesamtzahl der abhängigen zivilen Erwerbspersonen in Halver unter 15.000 liegt, wird keine Arbeitslos enquote zur allgemeinen Veröffentlichung freigegeben.
Die Zahlen für Schalksmühle
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Schalksmühle im Juli 2022 gestiegen. 332 Personen waren ohne Job. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 39 Personen (+13,3 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen damit um 10 Personen. Damals waren 322 Schalksmühler ohne Job. Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei plus 3,1 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 161 Frauen, 116 Ausländer sind ohne Arbeit und 23 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 100 Arbeitslose 55 Jahre und älter. Da die Gesamtzahl der abhängigen zivilen Erwerbspersonen in Schalksmühle unter 15.000 liegt, wird keine Arbeitslosenquote zur allgemeinen Veröffentlichung freigegeben.
Die Zahlen für Kierspe
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Kierspe im Juli 2022 gestiegen. 469 Personen waren ohne Job. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 19 Personen (4,2 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslos en damit um 33 Personen. Damals waren 502 Kiersper ohne Job. Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei minus 6,6 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 230 Frauen, 116 Ausländer sind ohne Arbeit, 50 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 143 Arbeitslose 55 Jahre und älter. Da die Gesamtzahl der abhängigen zivilen Erwerbspersonen in Kierspe unter 15.000 liegt, wird keine Arbeitslosenquote zur allgemeinen Veröffentlichung freigegeben.
Die Zahlen für Meinerzhagen
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Meinerzhagen im Juli 2022 gestiegen. 627 Personen waren ohne Job. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 35 Personen (+5,9 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen damit um 31 Personen. Damals waren 596 Meinerzhagener ohne Job. Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei plus 5,2 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 293 Frauen, 182 Ausländer sind ohne Arbeit, 58 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 177 Arbeitslose 55 Jahre und älter. Da die Gesamtzahl der abhängigen zivilen Erwerbspersonen in Meinerzhagen unter 15.000 liegt, wird keine Arbeitslosenquote zur allgemeinen Veröffentlichung freigegeben.









