Die Iserlohn Roosters verlieren das wichtige Auswärtsspiel im Kampf um die Playoff-Plätze bei den Löwen Frankfurt vor 5.085 Zuschauern mit 3:2 nach Verlängerung.
Wiedergutmachung für die desolate Leistung bei der 1:8 Heimniederlage gegen Straubing war für die Roosters angesagt. Sie wollten im vierten Spiel gegen den starken Aufsteiger den dritten Sieg der Saison. Frankfurt ging gestärkt durch den Derbysieg gegen Mannheim in die Partie. Das Spiel der Tabellennachbarn war wichtig im Kampf um die Playoffs. Punkte mussten her, denn die Iserlohner verloren ihre letzten drei Spiele.
Die Sauerländer mussten personellen geschwächt in die Begegnung gehen. Im Tor vertraute Roosters-Coach Greg Poss auf den nominell dritten Keeper Jonas Neffin. Der kam zu seinem zweiten DEL-Spiel von Beginn an. Die etatmäßigen Goalies Andreas Jenike und Hannibal Weitzmann standen krankheits- bzw. verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Als Backup für Neffin nahm Finn Becker auf der Bank Platz. Verzichten mussten die Roosters auch auf Kapitän Torsten Ankert, Colin Ugbekile, John Broda und Anthony Rech. Nicht dabei auch die Langzeitverletzten Kristopher Foucault und Yannick Proske. Dafür rutschten Maxi Rausch und Nils Elten ins Team.
Das Rumpfteam der Roosters kam durchaus gut in die Begegnung hinein. Jonas Neffin gewann durch erste gute Paraden an Sicherheit und bei den seltenen Angriffen hatten die Waldstädter durchaus ihre Chancen. Die Löwen brauchten eine Überzahl für ihre Führung. Davis Vandane nutzte in der 14. Spielminute die Strafzeit von Roosters-Stürmer Sebastian Streu mit einem fulminanten Schlagschuss zum 1:0 für die Gastgeber. Jonas Neffin war chancenlos. Die Antwort der Roosters ließ nicht lange auf sich warten. Kaspars Daugavins sorgte in der 19. Spielminute mit seinem 21. Saisontor für den 1:1-Ausgleich. So ging es zum ersten Pausentee in die Kabine.
Die Roosters kamen besser ins zweite Drittel – traditionell ihrem Drittel. Jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe beim Aufsteiger. Jonas Neffin gab den Sauerländern mit guten Safes Sicherheit, er wurde nach dem Spiel verdient zum besten Spieler seines Teams gewählt. Die Sauerländer gewannen mehr Zweikämpfe. Jetzt rückte Löwen-Keeper Jake Hildebrand mehr und mehr in den Blickpunkt. Es dauerte bis zur 34. Spielminute, ehe Eric Cornel mit seinem 18. Saisontreffer die Gäste mit 2:1 in Führung schoss. Das Tor wurde erst nach Videobeweis von den Schiris gegeben. Die Roosters waren jetzt das bessere Team. Die Führung nach dem zweiten Spielabschnitt ging in Ordnung.
Die Sauerländer starteten in Unterzahl ins letzte Drittel. Hubert Labrie saß noch eine Strafe aus dem zweiten Durchgang ab. Die überstanden die Roosters schadlos, nicht aber das Nachstochern von Nathan Burns von den Löwen. Der erzielt in der 45. Minute den 2:2-Ausgleich für Frankfurt. Gegen Ende ging den Roosters zu Luft aus, Frankfurt erarbeitete sich Vorteile. Zu einer Entscheidung kam es für kein Team in der regulären Spielzeit. Es ging in die Verlängerung.
Ryan Olsen machte nach 2:20 in der Overtime für die Löwen Frankfurt den Deckel drauf und holte den Zusatzpunkt für seine Mannschaft. Die Frankfurter bauen als Tabellenzehnter den Punktevorsprung vor den Iserlohn Roosters auf Rang zwölf auf drei Punkte aus.









