Die Arbeitslosenquote im Märkischen Kreis verharrt bei 8,5 Prozent. Im Februar waren laut Agentur für Arbeit Iserlohn 19.054 Menschen arbeitslos gemeldet, 22 Personen mehr (0,1 Prozent) als im Januar und 96 Personen bzw. 0,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

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Der Arbeitsmarkt zeige sich weiter undynamisch: Die Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vormonat nahezu unverändert, zugleich gehen weniger Stellenmeldungen ein. „Der wirtschaftliche Druck bleibt auch in diesem Jahr spürbar. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist (…) verhalten – insgesamt fehlt die Bewegung am Arbeitsmarkt“, stellt Stefan Steinkühler, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Iserlohn, fest.

Viele Frauen sind unterhalb ihres Qualifikationsniveaus beschäftigt

Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März richtet der aktuelle Arbeitsmarktbericht den Fokus auf die Arbeitskraft von Frauen. Zu Beginn des Jahres 2026 waren demnach im Agenturbezirk Iserlohn insgesamt 8.214 Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren rund 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Frauen stieg marginal um 0,2 Prozent auf 68.757 Beschäftigte (Juni 2025). Mit Blick auf die strukturellen Merkmale sind beschäftigte Frauen in der Region in einem hohen Maße vom demografischen Wandel betroffen, was über den hohen Anteil von älteren Beschäftigten (28,3%) zu erkennen ist.

Etwa jede achte Beschäftigte hat eine ausländische Herkunft, wobei diese eine mehr als ausgleichende Wirkung erzielten: Während im Vergleich zum Vorjahr in der Region 462 deutsche Frauen weniger beschäftigt waren, stieg die Beschäftigung von ausländischen Frauen um 631 Personen.

Die Betrachtung von Anforderungsniveau und Berufsabschluss der Frauen lassen auf gering qualifizierter Ebene aufmerken. Obwohl nur ein Anteil von 12,0 Prozent der beschäftigten Frauen keinen Berufsabschluss besitzen, arbeiten 21,3 Prozent auf diesem Anforderungsniveau als Helferin. Demnach sind viele Frauen unterhalb ihres Qualifikationsniveaus beschäftigt. „Wer Frauen fördert investiert nicht in eine Nische, sondern in die Wettbewerbsfähigkeit und in die Zukunftsfähigkeit“, betont Stefan Steinkühler.

Die Februar-Zahlen im Einzelnen

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 6.377 Personen (99 Personen mehr als im Vormonat und 155 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 12.677 Arbeitslose registriert (77 Personen weniger als im Vormonat und 59 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 67 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.951 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.033 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.917 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 879 eine Erwerbstätigkeit auf.

„Es ist erfreulich, dass vielen Menschen der Übergang aus der Grundsicherung in den Arbeitsmarkt trotz wirtschaftlich angespannter Lage gelingt. Getragen wird diese Entwicklung weiterhin durch überdurchschnittlich hohe Integrationsraten von Menschen, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind“, erläutert Anna Markmann, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkischer Kreis. Lohnkostenzuschüsse für Arbeitgeber seien dabei zum Ausgleich von fachlichen Defiziten oder auch bei der Umwandlung eines Mini-Jobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung für Menschen aus dem Bürgergeldbezug möglich.