Für Dienstag, 19. Juli, lud die CDU Halver abends nicht nur die Fraktion, sondern auch interessierte Bürger und die Presse in das ehemalige Wippermann-Gebäude an der Frankfurter Straße ein. Matthias Clever und Kristian Hamm stellten das Projekt via Beamer-Präsentation vor und ernteten viel Applaus. Im Anschluss fand noch eine Begehung der imposanten Räumlichkeiten statt.
Nachdem der CDU-Ratsfrakionsvorsitzende Marvin Schüle die Gäste begrüßt hatte, fasste Kristian Hamm in seiner informativen wie unterhaltsamen Rede die Pläne zur Nutzung des Gebäudes zusammen: weiterhin Co-Working-Büros, Wohnungen, außerdem Seminarräume etwa für Fortbildungen, eine Fest- bzw. Veranstaltungshalle. Der LiveMusikClub in den unteren Räumen soll in der jetzigen Form bestehen bleiben.
Der GmbH-Name „EW Halver“ bedeutet zwar „Easy Work Halver“ bezieht sich aber auch auf die Initialien des einstigen Werkhof-Gründers Erich Wippermann, der 1921 das Gebäude als „Kunststoff-, Press- und Spritzgusswerk“ errichten ließ.
„Begegnen. Austauschen. Arbeiten. Vernetzen.“, diese Worte erscheinen auf der Beamer-Projektion und fassen gut zusammen, worum es den neuen Betreiben geht: Arbeit, Leben und Kultur – alles an einem Ort, ein Ort für Menschen.
Auf einer Fläche von 280 Quadratmetern sollen im „EWH Gründerzentrum“ moderne und möblierte Büros für Gründer, Startups, Freiberufler, Künstler und Unternehmen zur Verfügung stehen, die im Gegensatz zu Co-Work dauerhaft angemietet werden können.
Das „EWH Coworking“ soll der perfekte Arbeitsort für Gründer, Startups und Kleinunternehmen werden und zudem auf 144 qm die Möglichkeit bieten, kurzfristig und temporär einen modernen Arbeitsplatz zu mieten – Internet, Kaffee und Wasser inklusive.
Im Kooperation mit dem AFG und anderen Schulen der Region solle ein DigitalHub entstehen. Ein Konzept soll nach erfolgter Zusage detailliert ausgearbeitet werden. Im Obergeschoss sollen neben den Wohnungen auch Büros und Platz für den DigitalHub entstehen.
Kooperationen etwa mit der IHK seien – so Hamm – auch angedacht. So könnten bald „in den vorhandenen Seminarräumen etwa auch Angebote der Fachhochschulen stattfinden und somit Halver zum Studienstandort“ werden.
Kristian Hamm wies darauf hin, dass die Graffiti-Fassade nicht bleiben werde, man aber noch nicht genau sagen könne, wie das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes aussehen werde. Man denke über eine moderne Anthrazit-Fassade mit Holz-Elementen nach, schließe aber auch buntere Konzepte nicht aus, denn das Ganze „sollte zumindest städtebaulich nicht negativ auffallen“.

Wichtig war es Hamm und Clever, dass der Werkhof im hinteren Teil des Komplexes bestehen bleibe und Werkhof und Denkhof keine Konkurrenten seien, sondern von möglichen Synergie-Effekten gegenseitig profitieren könnten.
„Die ganzen Pläne und Denkansätze sind nicht in Stein gemeißelt. Man sollte schließlich flexibel auf mögliche Veränderungen eingehen“, sagt Hamm. Die Bauphasen sind so geplant, dass der bisherige Betrieb weiterlaufen kann. Eine Fertigstellung ist für den Winter 2023 avisiert.









