50 politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Märkischen Kreis haben in der vergangenen Woche auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Lugk die Bundeshauptstadt besucht. Die mehrtägige Informationsfahrt verband politische Bildung mit Einblicken in deutsche Geschichte und aktuelle demokratische Prozesse.
Politische Bildung und Erinnerungskultur
Zum Auftakt stand der Besuch im Jüdischen Museum Berlin auf dem Programm. In der Dauerausstellung wurde deutlich, wie eng jüdisches Leben mit der deutschen Geschichte verbunden ist und welche Bedeutung Erinnerungskultur für die Gegenwart hat.
Anschließend erlebte die Gruppe dei einer Führung durch das Deutschlandradio-Funkhaus, wie journalistische Arbeit entsteht, vom ersten Thema bis zur Sendung, von Recherche bis Verantwortung.
Einblicke in den Bundestag
Ein zentraler Programmpunkt war der Besuch des Deutschen Bundestages. Dort erhielten die Teilnehmenden, die unter anderem aus Iserlohn, Hemer, Menden, Balve, Neuenrade und Altena kamen, Einblicke in die Aufgaben und Abläufe des Parlaments und kamen anschließend im Reichstagsgebäude direkt mit Bettina Lugk ins Gespräch. Im Mittelpunkt standen dabei hauptsächlich konkrete Fragen aus dem Alltag der Bürgerinnen und Bürger. Bettina Lugk betonte die Bedeutung solcher Begegnungen: „Solche Fahrten bringen Politiker und Bürger unkompliziert zusammen, denn Demokratie lebt davon, nicht nur zuzuschauen, sondern Fragen zu stellen, mitzureden und Entscheidungen kritisch zu begleiten.“
Mut und Zivilcourage im Fokus
Ergänzt wurde das Programm durch Stationen, die Mut und Zivilcourage in den Mittelpunkt rückten. In der „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ setzte sich die Gruppe mit Menschen auseinander, die sich oft unter Lebensgefahr gegen die NS-Diktatur stellten. Am letzten Tag war ursprünglich ein Besuch der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße vorgesehen, der aufgrund der Witterungsverhältnisse jedoch nur in kurzer Form stattfinden konnte. Stattdessen besuchte die Gruppe die Ausstellung „Topographie des Terrors“, die die Strukturen und Verbrechen der nationalsozialistischen Herrschaft am historischen Ort von Gestapo und SS dokumentiert.
Abgerundet wurde die Fahrt durch zwei politisch ausgerichtete Stadtrundfahrten. Daneben blieb Zeit, die Hauptstadt auf eigene Faust zu erkunden.










