Mit berühmten Filmmusiken und klassischer, kinoverwandter Programmmusik entführte das Orchester unter der Leitung von Thomas Grote die über 250 Zuschauer im Otto-Fuchs-Saal der Stadthalle – es wurden sogar die oberen Ränge freigegeben – in die Welt des großen Kinos. Zu Beginn erklang Richard Wagners Vorspiel zu „Lohengrin“, gefolgt von der Swing-Nummer „Yes! We have no bananas“ (deutsch: „Ausgerechnet Bananen“). Dann ging es endgültig in filmische Gefilde: John Barrys Kompositionen „Der mit dem Wolf tanzt“ und später „Jenseits von Afrika“ wurden ergreifend vorgetragen, ebenso Lalo Schifrins peppiger 5/4-Klassiker „Mission: Impossible“ sowie Rod Goodwins flottes „Miss Marple“-Thema.
Der große John Williams war gleich mehrfach im Programm vertreten: Drei emotional stets packende Stücke aus „Schindlers Liste“ – hier spielte Gast-Solist Anar Bramo auf seiner Violine herzerweichend -, „Harry Potter, „Star Wars“ und als Zugabe schließlich „Indiana Jones“.

Zwischen den Filmkompositionen mit großem Wiedererkennungswert spielte das MJO auch klassische Werke, die aber auch in Filmen Verwendung fanden. So musste jeder Filmkenner etwa bei Johannes Brahms‘ „Ungarischer Tanz Nr. 5“ an Charlie Chaplins „Der große Diktator“ denken, in dem in der berühmten Rasierszene die Rasur exakt dem Tempo des Tanzes erfolgt. Auch der berühmte „Säbeltanz“ wird immer wieder gerne in Filmen verwendet.
Bekannte Melodien, gefühlvolle Soli, gekonnte Darbietungen, starke, teilweise aufs Orchester angepasste Arrangements und erkennbarer Spielspaß bei den Musikern zogen schnell das Publikum in den Bann. Spannungsreiche, tolle Musik, frenetischer Applaus, Zugaben und gefeierte Musiker sorgten für einen rundum gelungenen Abend.
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