Premiere feiert das Angebot im Rahmen der Partnerschaftsaktivitäten im Märkischen Kreis. Das Thema des Jugendcamps ist Waldmensch. „Wir setzen uns mit den Themen Klimawandel, Borkenkäfer, Fichtensterben und Wald der Zukunft auseinander. Ökologische Themen sind bei Jugendlichen aktuell sehr beliebt“, erzählt Isabelle Schöneborn, Partnerschaftsbeauftrage beim Märkischen Kreis. Mitmachen konnten jeweils sechs Jugendliche aus dem Märkischen Kreis und aus den Partnerkreisen Elbe-Elster und Ratibor in Polen. Wer mitmachen wollte, konnte sich bewerben. Dazu gehörte auch ein Quiz. „Wir wollten schon Jugendliche haben, die sich für das Thema begeistern und sich auch ein wenig anstrengen, um hier dabei sein zu dürfen“, erklärte Partnerschaftbeauftragter Holger Schroer. Unter anderem wurde gefragt, aus wie vielen Hektar Wald der Märkische Kreis besteht. „Da musste man schon ein bisschen recherchieren“, sagte Schroer.
Eine, die dabei ist, ist Jessica aus dem Elbe-Elster-Kreis. „Meine Betreuerin hat vorgeschlagen, dass ich mich anmelden soll. Ich interessiere mich sehr für den Wald und die Natur“, erzählt die 17-Jährige. In den zwei Tagen hat sie bereits eine neue Freundin gefunden. „Ich bin Yasemin aus dem Märkischen Kreis und 14 Jahre alt. Wir haben uns hier kennengelernt“, berichtet die Schülerin. Sie wurde von ihrer Lehrerin auf das Projekt aufmerksam gemacht. Zum Kennenlernen haben die Jugendlichen viel Zeit und Raum. „Eine Woche nicht nur das Handy in der Hand haben, das ist unser Ziel“, sagt Schroer. Dass könnte gelingen. Denn der Empfang am Ahorn ist sehr schlecht.

Für die Jugendlichen ist das Camp ein großer Spaß. Am Dienstag gab es eine kleines Kräftemessen bei verschiedenen waldpädagogischen Spielen. Am heutigen Mittwoch wird gemeinsam gekocht. „Dabei kommt man bekanntlich ja immer gut ins Gespräch“, sagte Isabelle Schöneborn. Gezaubert wird ein Drei-Gänge-Menü. Die Gäste aus Elbe-Elster werden eine Tomatensuppe servieren und die Gastgeber Crêpes zum Nachtisch. Die Polen hüllen sich noch in Schweigen. Der Hauptgang soll eine Überraschung werden. Am Freitag geht es für die Jugendlichen zudem noch zur Waldschule nach Iserlohn und eine Tour zum Naturpark Sauerland-Rothaargebirge ist ebenfalls noch geplant.
Im kommenden Jahr wird das Camp in Elbe-Elster stattfinden, in zwei Jahren wird es dann ein Treffen in Ratibor geben.









