Von Cristin Schmelcher
Unter kleine und große Regenjackenträger mischten sich wie jedes Jahr einige exotische Kostüme und ausgefallene Kleidungsstile. „Wir kommen seit ich denken kann jedes Jahr hier hin – egal wie das Wetter ist“, erzählten die treuen I-Rock-Fans. „Wir sind zum ersten Mal hier und fragen uns, warum wir nicht schon öfter hier waren“, bekannten sich die Ersttäter.
Während noch letzte Zelte auf dem Campingplatz aufgebaut und einige auf der Wiese festgefahrene PKW mittels eines Treckers wieder fahrbar gemacht wurden, erreichten sogar einige Wanderer das Gelände des Sägewerkes in der Immecke. Insgesamt 600 zahlende Gäste konnte I-Rock-Mitglied Sabrina Langenbach am Eingang begrüßen.
Doch nicht nur die Musikfans waren bunt, auch das Programm reichte vom Chorgesang bis zum Metal, denn in diesem Jahr eröffnete erstmalig der Frauenchor Femme Vokal die Musikveranstaltung. (Lokal Direkt berichtete)
Unplugged auf der Scotch-Corner und High Voltage auf der MainStage
Mit einer Mischung aus Pop-Balladen und Punk-Rock konnten ToneZoo aus dem benachbarten Altena die frühen Festivalbesucher bewegen und hießen damit ihren punkigen Bühnennachfolger Exploding Onions aus Glasgow willkommen. Für viele Melodien zum Mitfeiern bestehend aus einem Stilmix aus Balkan, Folk und Indie sorgte das Münchener Duo Stray Colors sowohl auf der MainStage wie auch später auf der Scotch-Corner. Mit akustischen Klängen begeisterten hier während der Umbaupausen außerdem Andrew Burton und Jack Hill ihre Zuhörer.
Von Punk bis Bluesrock
Etwas schneller ging es auf der Hauptbühne mit den vier Köpfen von Shin Care zu. Mit einer Mischung aus Punk, Indie und Emo, beeinflusst von den Sounds britischer, australischer und kanadischer Szene-Größen, motivierten die Jungs aus Hamm auch die kleinen Musikfans zum tanzen. Fette Riffs mit eingängigen Melodien gaben daraufhin Apewards zum besten. Das Stoner-/Blues Rock Power Trio aus Marburg ist bekannt für seine kreative Vermischung von Genres und als lauteste Band der Stadt.
Immecke Allstars sorgten für ein großes Wiedersehen
Pure Energie versprühten Spin My Fate. Mittels moderner Rockstücke mit Metal-Einflüssen wärmten die fünf Freunde aus Münster das Publikum auf. Kein Durchkommen mehr auf der Tanzfläche gab es, als die legendären Immecke Allstars die Bühne betraten, deren Auftritt die Menge kaum erwarten konnte. „Es ist jedes Mal wie ein fantastisches Wiedersehen“, schwärmte eine Festivalbesucherin. Das im Rahmen des I-Rock-Festivals entstandene Bandprojekt besteht aus bis zu zwölf befreundeten Musikern mit langjährigen Gig-Erfahrungen in verschiedenen Bands, die längst verschollen geglaubte Rockperlen wie Jimi Hendrix auf der Bühne wiederbeleben.
Geburtstag auf der Bühne
Hip-Hop Fans kamen bei der Combo Rambo Ramon voll auf ihre Kosten. Die vierköpfige Combo aus Darmstadt ließ die Menge mit Tönen aus Rock, Elektro und Hip-Hop, die an den Sound von Bands wie Kraftklub erinnern, ordentlich ins Schwitzen kommen. Mit mitreißenden Grooves und knackigen Bläsersätzen präsentierten sich die Betrayers of Babylon. Durch ihren bunten Mix aus Reggae und Global Groove gab die Band aus Essen allen späten Festivalbesuchern nach zwölf Stunden Bühnenprogramm noch ein paar Glückshormone mit auf den Weg und konnte sogar noch ein Geburtstagskind auf der Bühne begrüßen.
Erfolgreiche Veranstaltung trotz unbeständigen Wetters
Auch wenn aufgrund des Wetters in diesem Jahr nicht die Picknickdecke auf der Hofwiese aufgeschlagen werden konnte, erlitt die Stimmung keinerlei Abbruch. Ob mit leckerem Kuchen oder der legendären Immecke Currywurst und der beliebten Pizza fand jeder ein Plätzchen unter Dächern oder Schirmen.
„Trotz des Wetters haben sich viele in die Immecke aufgemacht und selbst gegen 20 Uhr sind immer noch neue Besucher dazu gekommen“, berichtete I-Rock-Mitglied Martin Platzer im Gespräch mit LokalDirekt.
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