Geschäftsführer Rolf Schulze hatte die Fakten: „2022 ist der Bürgerbus an 253 Tagen gefahren und hat dabei insgesamt 30.174 Kilometer zurückgelegt. Das macht einen monatlichen Durchschnitt von 2514 Kilometern.“ Insgesamt seien 6197 Personen transportiert worden, wovon 2280 Kinder waren. „Im Vergleich zum Vorjahr ist das bei den Kindern ein Anstieg von 178 Prozent“, erklärte der Geschäftsführer. Diese extreme Zahl sei aber mit Corona zu begründen. 2021 sei einfach kein repräsentatives Jahr gewesen. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr lägen die Zahlen aus 2022 noch leicht unter denen realistischen Vergleichswerten. „Wir hatten aber wieder fast normale Zahlen. Das ist schon gut so“, erklärte Schulze.
5379 Fahrgäste haben ein Entgelt für ihr Ticket gezahlt. 818 Fahrgäste wiesen einen Schwerbehindertenausweis vor. „Aber eines ist und bleibt wichtig: Ohne Ehrenamt geht nichts“, betonte Schulze und spielte damit auf die große Bedeutung der Fahrer an. Aktuell seien es zwei Frauen und 14 Männer. Damit könnten die Dienste gut abgedeckt werden. Schulze wünsche sich jedoch weiteren Fahrernachwuchs. Um den müsse weiter geworben werden, um den Verein für die Zukunft sicher aufzustellen.

Kassiererin Gabi Pischke hielt zudem ihren letzten Kassenbericht. Im Bürgerbusverein endet damit eine Ära. Knapp zehn Jahre hatte sie die Kasse geführt. Ihr Nachfolger wird Jürgen Röthing, der in Abwesenheit einstimmig von den Mitgliedern gewählt wurde, wurde in den vergangenen Tagen bereits ein wenig eingearbeitet. „Er weiß also, was auf ihn zukommt“, sagte Pischke lachend. Die große Herausforderung liege derzeit vor allem darin, die Gelder für das Neun-Euro-Ticket zu bekommen. „Da warten wir schon sehr lange drauf und werden immer wieder vertröstet“, erklärte Pischke.









