„Wir wollen zeigen, dass wir für keine faulen Kompromisse aus Berlin zu haben sind“, sagt Landwirt Heiner Born im Gespräch mit LokalDirekt. „Ehrlich gesagt sind wir maßlos sauer auf die Bundesregierung und der ‚Bauernsoli‘, den Cem Özdemir jetzt vorschlägt, ist echt ein Witz!“ Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft hatte in einer Reaktion auf die Bauernproteste die so genannte ‚Tierwohlabgabe‘ ins Gespräch gebracht: Diese würde Fleisch und andere tierische Erzeugnisse wie Eier oder Milch für Verbraucher verteuern, die Abgabe solle dann Landwirte subventionieren, die ihre Ställe in tierfreundlichere Haltungsbetriebe umbauen.
Dass die Agrardiesel-Subvention nun nicht in einem Schritt, sondern stufenweise abgeschafft werden soll, wertet Born keinesfalls als Erfolg der Bauernproteste: „Das führt bestenfalls doch nur zu einer Verzögerung des Höfesterbens. So lange die Politik weiter uneinsichtig ist und den Landwirten sowie dem gesamten Mittelstand keine Wertschätzung entgegenbringt, machen wir weiter und werden unseren Forderungen auch zukünftig Nachdruck verleihen.“ So seien auch weitere große Demos in Planung.
Breckerfelder treffen sich wieder auf dem Marktplatz
Zuvor laden die Landwirte aber nochmals alle Breckerfelder ein, am Freitag, 19. Januar, an ihrem Mahnfeuer auf dem Marktplatz teilzunehmen. „Los geht es ab 19 Uhr und natürlich ist wieder für kalte und warme Getränke gesorgt“, so Born. Nach Ankündigung des Mahnfeuers in den Sozialen Medien habe sich spontan jemand gemeldet, der ihnen einen Kessel mit warmer Erbsensuppe vorbeibringen wolle: „So wütend wir über unsere Regierung sind, umso dankbarer sind wir für die Unterstützung und das Verständnis, das wir von unseren Mitbürgern erhalten.“









