Wieder musste die Lüdenscheider Feuerwehr in der vergangenen Nacht wegen Brandstiftung tätig werden. Bei dem betroffenen Objekt handelte es sich im ersten Fall um einen VW Scirocco. Das 14 Jahre alte Sportcoupe war an der Hohen Steinert auf einem kleinen Parkplatz abgestellt. Als am Donnerstag, 30. März, kurz nach 23 Uhr ein Autofahrer dort entlang fuhr, bemerkte er Flammen, die aus dem Motorraum des geparkten Wagen loderten. Die sofort alarmierten Kräfte der Hauptamtlichen Wache hatten keine große Mühe, das Feuer zu löschen.

Das Auto brannte zwar nicht komplett aus; dennoch wurde es weitgehend zerstört, da von dem Wrack kaum etwas zu retten sein dürfte. Die Polizei ging sofort von Brandstiftung aus. Eine unmittelbar eingeleitete Nahbereichsfahndung blieb aber ergebnislos. Die Feuerwehr konnte nach rund einer Dreiviertelstunde wieder einrücken. Zuvor wurde das Fahrzeug noch mit Löschschaum geflutet. Da der VW alleine auf dem zum Gertrud-Bäumer-Kolleg gehörenden Parkplatz stand, konnte das Feuer keine weiteren Beschädigungen verursachen.
Polizei findet Reste von brennender Raufasertapete
Wie von den Einsatzkräften befürchtet, blieb es nicht bei diesem Brand. Bereits um 2.45 Uhr bemerkte ein Zeitungsbote am Eibenweg, nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt, starke Rauchentwicklung in einem Gebüsch. Auch hier deuten Spuren auf Brandstiftung hin. Fahrlässigkeit, beispielsweise durch eine glimmende Zigarettenkippe ist denkbar unwahrscheinlich, da nach Angaben der Polizei Reste von Raufasertapete gebrannt hatten. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen, lediglich ein Zaun wurde beschädigt.
Neue Erkenntnisse zu Bränden vom Wochenende: Polizei geht doch von Brandstiftung in beiden Fällen aus
Eine Wendung nahmen die Ermittlungen nach dem Brand an einem PKW, der „Unterm Freihof“ (wir berichteten) auf dem Garagenhof direkt vor einem Garagentor abgestellt war. Hierzu musste die Feuerwehr am Freitag, 24. März, ausrücken und verhinderte möglicherweise weit Schlimmeres. Zunächst war man von einem technischen Defekt ausgegangen, obgleich noch in derselben Nacht in unmittelbarer Nähe ein weiteres Auto in einem ähnlichen Szenario brannte. Die ermittelnden Beamten waren skeptisch, doch es fanden sich zunächst keine Inidizien oder Spuren, die gegen einen technischen Defekt sprachen. Inzwischen sieht die Sache jedoch anders aus, die Kripo geht nun auch in diesem Fall von vorsätzlicher Brandstiftung aus.










