Das Starkregenereignis am 14. Juli 2021 zeigte, welche Macht Wassermassen entwickeln können. Die Aufarbeitung der Folgen ist auch zweieinhalb Jahre später noch im Gange. Dazu gehören die Böschungssicherungsarbeiten entlang der Bahnhofstraße, die am 5. Februar beginnen. Damit soll die Gefahr eines eventuell drohenden Hangabrutsches beseitigt werden, teilt Stadtsprecher Hanno Grundmann mit.
2021 ist an diesem Hang zwischen Bahnhof- und Seydlitzstraße ein Baum komplett mit Wurzelteller auf einer Fläche von etwa 40 Quadratmetern abgerutscht. Nach einer ersten Begehung mit einem beauftragten Geologen wurden im Nachgang zum Starkregenereignis Sträucher, buschiges Unterholz und etwa die Hälfte der sich auf dem Hang befindlichen Bäume gefällt. Zudem wurde lockeres Gestein aus der Hangfläche weggeräumt.
In einem nächsten Schritt wurde der Hang gründlich geologisch bewertet. Das Ergebnis: Auf dem anstehenden Fels befindet sich eine Deckschicht aus Lockergestein, ungefähr einen halben Meter stark. Diese Schicht bietet den verbliebenen Bäumen auf Dauer keine ausreichende Standsicherheit. Eine weitere Baustelle sind die im Hang befindlichen Mauern entlang des ehemaligen Fußwegs zur Seydlitzstraße und Teile des Böschungspflasters. Diese sind stark ausbruchgefährdet und müssen dauerhaft gesichert werden.

Infolge der starken Regefälle in den letzten Tagen ist zudem erkennbar Wasser aus dem Hang ausgetreten und auf die Bahnhofstraße gelaufen. „Auch deswegen werden wir hier nun tätig“, erklärt Grundmann. Um den gesamten Bereich für den Straßenverkehr und Passanten sicher zu machen, werde auf Teilbereichen eine Drahtnetzverhängung mit drei Meter langen Mikropfählen hergestellt. Damit beauftragt wurde das Unternehmen Salmen Fels-, Ingenieur- und Spezialtiefbau aus Meschede.
„Es wurden alle Möglichkeiten abgewogen, es bleibt kein anderer Weg.“
Hanno Grundmann (Stadtsprecher)
Im Vorfeld müssen sämtliche auf dem Hang befindlichen Bäume gefällt werden. „Das ist eine Maßnahme, die der Stadtverwaltung Plettenberg sehr schwer fällt, aus Gründen der Sicherheit geht es aber leider nicht anders“, sagt Grundmann. Nur so könne eine Gefährdung der Passanten und des Straßenverkehrs ausgeschlossen werden. „Es wurden alle Möglichkeiten abgewogen, es bleibt kein anderer Weg.“ Allerdings bleibe die große Eiche hinter der Bushaltestelle verschont.

Die Fällarbeiten werden voraussichtlich bis zum 29. Februar abgeschlossen sein. Danach erfolgt die Sicherung der gefährdeten Bereiche. Die Baustelle wird in drei Abschnitten, jeweils unter Sperrung der hangseitigen Fahrbahn abgewickelt. Die gesamte Bauzeit soll vier bis sechs Wochen betragen, natürlich abhängig von der Wetterlage.









