Noch vor gut zehn Jahren fand die Breckerfelder Kinderkleiderbörse im Martin-Luther-Haus zweimal pro Jahr an jeweils zwei Tagen statt, die Vor- und Nachbearbeitungszeit für die damals noch gut 60 ehrenamtlichen Helfer nicht eingerechnet.
10.000 Artikel auf den Börsentagen
Weil Angebot und Nachfrage im Laufe der Jahre immer mehr zugenommen hatten – bisweilen türmten sich bis zu 10.000 Artikel auf den Tischen, in Kisten und an Kleiderständern – entschied sich schon das damalige Organisationsteam, eine Mengenbegrenzung pro Anbieter einzuführen. Und trotzdem gab es vermutlich in keinem Second-Hand-Laden in der näheren Umgebung eine so riesige Auswahl an gebrauchter Babyausstattung, Kinder- und Jugendbekleidung, Spielzeug oder Büchern wie auf den „Breckerfelder Börsentagen“.
Platz- und personalmäßig war die Veranstaltung beinahe nicht mehr zu stemmen, daher habe man schließlich auch die Anzahl der Verkäufer einschränken müssen, erzählt Silke Berghaus vom Organisationsteam der Kinderkleiderbörse. Außerdem laufe die Verkäuferanmeldung, Etikettierung und auch das Abrechnungssystem mittlerweile ausschließlich über die digitale Basar-Plattform „Basarlino“ – allein das spare jede Menge Zeit.
Extra-Börse für Spielzeug
Außerdem finden die Kinderkleiderbörse im Frühjahr und auch die für Herbst- und Winterbekleidung nur eintägig statt. „Dafür gibt es seit einigen Jahren zusätzlich im November eine reine Spielzeugbörse“, so Silke Berghaus. „Die zeitliche Nähe zu Weihnachten ist hier für Käufer und Verkäufer gleichermaßen interessant.“

Dringend Helfer gesucht
Trotz aller organisatorischen Erleichterungen: „Wir brauchen auf jeden Fall wieder mehr Leute, die sich – vielleicht auch nur stundenweise – bei der Kleiderbörse engagieren“, sagt Silke Berghaus. Zu tun gebe es immer genug: am Tag vor der Börse werden die Artikel nach Art und Größen sortiert und auf die Verkaufstische gestapelt. Während des Verkaufs versuchen Team und Helfer, dass das Chaos halbwegs überschaubar bleibt: durchwühlte Kleiderstapel werden wieder ordentlich gefaltet und Sachen wieder dorthin gelegt, wo sie hingehören. Nach Verkaufsschluss steht noch das Rücksortieren an, denn alle Sachen, die nicht verkauft wurden, gehen an den Anbieter zurück.
Bei der Kinderkleiderbörse am vergangenen Wochenende kümmerten sich neben den acht „festen“ Organisationsmitgliedern 15 weitere Helfer um einen reibungslosen Ablauf. „Der Andrang war wie immer am Anfang sehr groß. Schon vor der eigentlichen Öffnung um 10 Uhr bildete sich eine lange Schlange vorm Martin-Luther-Haus, so dass wir zehn Minuten eher geöffnet haben“, erzählt Silke Berghaus.
Nächste Börse wird kürzer
Gegen 13 Uhr habe der Zulauf nachgelassen: „Weil dies auch auf der letzten Kleiderbörse zu beobachten war, werden wir zukünftig bereits um 14 Uhr statt erst um 15 Uhr den Verkauf beenden und mit dem Rücksortieren beginnen.“ Nach Abholung der nicht verkauften Sachen und Auszahlung des Verkaufserlöses, habe das Börsen-Team dann gegen circa 17 Uhr Feierabend.
Vielleicht, hofft Silke Berghaus, finden sich dadurch für die nächste Kinderkleiderbörse am 23. September wieder mehr Helfer: „Das ‚gut organisierte Chaos‘ macht nämlich wirklich Spaß, und zudem erfüllen die drei Börsen einen guten Zweck.“ Immerhin dreißig Prozent des Verkaufserlöses kommen als „Veranstalterprovision“ der Arbeit der evangelischen Familienkirche zugute. So konnten dadurch zum Beispiel eine neue Küche für das Jugendcafé ‚JuCa‘ angeschafft oder Fahrten für Kinder bezuschusst werden.
Neue Helfer können sich jederzeit melden
„Jede noch so kleine Hilfe und jeder Helfer ist wichtig, damit die Kinderkleiderbörse stattfinden kann“, sagt Silke Bergaus. „Wer mitmachen möchte, findet alle Infos und unsere Kontaktdaten auf der Internetseite der Evangelischen Kirchengemeinde.“









