„Wir unterstützen alle Maßnahmen, die den Ortskern beleben“, sagte Ausschussvorsitzender Bernd Müller (UWG) zum Abschluss einer regen Diskussion im Ausschuss für Kultur und Sport. Im Vorfeld hatte die UWG-Fraktion vorgeschlagen, eine zusätzliche Kulturförderung in Höhe von 3000 Euro in den Haushalt aufzunehmen, um damit „die Durchführung nichtkommunaler Kleinkunstveranstaltungen in Schalksmühle zu unterstützen“. Angedacht ist, Kleinkunstveranstaltungen auf Antrag mit einem Festbetrag von bis zu 250 Euro pro Veranstaltung zu fördern. „Es soll das Risiko minimiert werden“, sagte Uwe Lal, der für die UWG den Antrag erklärte. So könnte etwa ein Restaurant dabei unterstützt werden, einen italienischen Abend im Ortskern zu organisieren. Es müsse ein Signal an Veranstalter gesendet werden. „Wir wollen Mut machen.“
André Krause (CDU) gab zu bedenken, dass es nicht die Aufgabe der Gemeinde Schalksmühle sei, das unternehmerische Risiko abzuschwächen oder ein bestimmtes Geschäftsmodell zu unterstützen. „Jemand, der eine Gaststätte betreibt, hat Interesse, ein kulturelles Angebot zu schaffen, um Kunden zu werben“, erklärte Krause. Letztlich wolle der Gastronom Getränke etc. verkaufen. Des Weiteren warf er zwei Fragen auf: Es müsse erstens geklärt werden, wann 50, wann 100 und wann 250 Euro gestattet werden. Des Weiteren sei wichtig zu wissen, ob die Künstler oder die Anbieter unterstützt werden müssten.
Dass es einen ähnlichen Posten im Haushalt gäbe, sagte Kathrin Seggedi (SPD). Dazu wollte sie wissen, wie viel dieser Mittel abgerufen werden? Und fragte: „Wissen die Kulturschaffenden, dass sie Mittel abrufen können?“ Anja Wolf – die zuständige Fachbereichsleiterin für Bildung, Kultur und Sport – erklärte, dass es sich um einen überregionalen Topf handle – nämlich um einen Topf für die Regionale-Region Oben an der Volme. Mit dem Geld sollen Veranstaltungen unterstützt werden, die Strahlkraft für die Region nach außen hätten. Seit Corona seien diese Aktivitäten „eingeschlafen“.
„Je mehr Akteure wir in Schalksmühle finden, desto besser“
Wolf betonte, dass es in Schalksmühle zahlreiche Veranstaltungen im kommunalen Programm gebe – das sei nicht selbstverständlich. Als Beispiel nannte sie den Kulturverein KUK, der in Meinerzhagen für ein kulturelles Angebot sorge. Wolf: „Je mehr Akteure wir in Schalksmühle finden, desto besser wäre dies.“ Die angedachten 3000 Euro seien ein Betrag, den „wir aufbringen können“. Die Frage sei, ob die Gemeinde finanziell unterstützen solle: „Für mich ist wichtig, dass mir jemand sagt, wem ich wann und wie viel Geld bezahlen soll.“ Das Regelwerk dürfe aber nicht zu kompliziert werden. Krause meinte, dass der Betrag von 3000 Euro wahrscheinlich zu gering sei und spielte auf Veranstaltungen von Breddermann und Co. an, der alleine schon mehr Veranstaltungen mache, als Budget vorhanden sei. Man müsse erst kalkulieren und dann einen Betrag festlegen.
Michael Schaefer (FDP) betonte, dass es sich um ein Zeichen der „Wertschätzung für die kulturellen Angebote“ handle. Uwe Lal appellierte an die Fraktionen: „Lasst uns ein Signal senden: Wir vergessen euch nicht, wir wollen euch unterstützen. Wir müssen zeigen, dass wir als Gemeinde gut finden, dass etwas passiert.“ Bernd Müller fasste die Positionen zusammen und schlug vor, einen Kriterienkatalog in einem Arbeitskreis zu erarbeiten. Dazu solle es ein Treffen mit je einem Vertreter pro Fraktion, einem Vertreter des Stadtmarketings sowie mit Anja Wolf geben und dann Anforderungen festlegen. André Krause sagte, dass kein Katalog gebraucht werde, sondern „einige wenige Kriterien“. Des Weiteren müsse schnell eine Regelung geschaffen werden, damit noch in diesem Jahr Geld an Kulturschaffende fließen könne. Einstimmig stimmte das Gremium schließlich für den Vorschlag.










