Förster Christof Schäfer war es, der die Absackung bemerkte. Er war dort im angrenzenden Wald tätig. „Er sprach uns darauf an, dass dort die Gullideckel irgendwie komisch aussehen, so als würden sie nach oben gedrückt“, erzählt Verwaltungsmitarbeiter Marc Trappe. Bei ihm schrillten sofort die Alarmglocken. Umgehend wurde die Meldung kontrolliert und festgestellt: Die Gullideckel sind nicht hochgedrückt worden, sondern die Straße ist abgesackt. Aber warum? „Das kann ich so auch nicht sagen. Und weil wir nicht wissen, was dort los ist, muss die Straße gesperrt werden. Für Fußgänger besteht keine Gefahr, aber Autos sind uns zu gefährlich“, erklärt Trappe.
Inzwischen war ein Geologe vor Ort und hat die Absackung untersucht. „Im Rahmen der Flut hat es dort einen Hangrutsch gegeben. Die Straße ist schon im Wiederaufbauplan, da es dort Bewegung in der Straße gab“, erklärt Trappe. Der Geologe habe nun Schichtbohrungen vorgenommen, um die Struktur des Bodens unter der Fahrbahn zu analysieren. „Ist da Fels? Gibt es dort Hohlräume? Drückt dort villeicht Hangwasser? Das kann akutell niemand beantworten, ist aber wichtig, um das Risiko einzuschätzen und zu überlegen, wie das Ganze neu gemacht wird“, erklärt Marc Trappe.
Fakt ist, dass die Straße durch die großen Wassermassen bei der Flut 2021 Schaden genommen hat. Daher ist sie bereits Bestandteil des Wiederaufbauplans. „Nun rückt sie natürlich in der Dringlichkeit weiter nach vorne. Fraglich ist, ob Hangwasser vielleicht Sedimente ausgespült hat und dadurch Hohlräume unter der Straße entstanden sind“, verdeutlicht Trappe die Problematik. Auch liegt in der Straße ein Kanal. „Es kann sein, dass der Asphalt das Ganze lange gehalten hat. Bei einer vielbefahrenen Straße wäre das vermutlich viel eher aufgefallen“, erklärt der Straßenexperte der Gemeinde.
Die Risse wurden inzwischen verfüllt. Aber nicht, um die Straße wieder befahrbar zu machen, sondern um zu verhindern, dass Wasser eindringt und gegebenenfalls zwischen dem Gestein friert. „Eis kann das Gestein regelrecht sprengen. Sowas erleben wir zum Beispiels schonmal im Bereich Dümpel oder am Stadion. Da sind solche Schäden gut sichtbar“, berichtet Trappe. Es sei also ziemlich sicher dass es sich um einen nachträdlichen Flutschaden handele, der nun so richtig sichtbar geworden sei. Genaues wird das geologische Gutachten zeigen.









