Mitten in der Nacht am Samstagmorgen (9. Dezember) war im Haus der Familie der Strom ausgefallen. Die Familie suchte im Internet nach einem Notdienst und stieß auf die Handynummer einer Firma. Deren Mitarbeiter stand am Nachmittag im Flur, schaute sich den Verteiler an und machte irgendetwas mit einem Schraubendreher. Dann stellte er fest, dass er da nichts machen dürfe und sich der Kunde an die Stadtwerke wenden müsse. Er forderte die Bezahlung, buchte einen hohen Betrag ab und verschwand.
Am Montag erkundigte sich der Plettenberger bei einem örtlichen Elektriker, der meinte, für diese Rechnungssumme könne er den kompletten Verteiler tauschen. Sein nächster Weg führte den Plettenberger zur Polizei, um Anzeige zu erstatten.
Der mutmaßliche Betrüger sprach gut Deutsch und gab an, dass sein Vater Türke sei. Er habe jedoch „keine Lust“, Türkisch zu sprechen.
Die Polizei warnt vor dubiosen Notdiensten, die es im Internet immer wieder schaffen, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und dann die Notlage anderer Menschen auszunutzen. Klassiker sind Schädlingsbekämpfer oder Schlüsseldienste. Kunden sollten sich vor Auftragserteilung nach Preisen erkundigen und feste Sätze für Stunden und Anfahrt vereinbaren. Bei Firmen, die nur eine Handynummer angeben und sonst keine Angaben zum Unternehmen (wie Adresse und Steuernummer) machen, ist Vorsicht angeraten.
Leider liefern die angeblichen Notdienste allerdings oft nicht einmal das, was sie versprechen. Kunden sollten sich nicht auf horrende Preisforderungen einlassen oder unter Druck setzen lassen. Im Zweifel sollte die Polizei gerufen werden.








