Nachdem ein Polizeibeamter am Mittwoch zwei verdächtige Jugendliche an der Pestalozzistraße beobachtete, weil diese ihm mit einer Geldkassette in der Hand entgegenkamen, machte eine Anwohnerin auf sich aufmerksam, an deren Tür die beiden kurz zuvor geklingelt hatten. Sie hatten behauptet, im Namen einer Lüdenscheider Schule Spenden für Erdbebenopfer zu sammeln. Als Nachweis führten sie auf ihrem Handy einen vermeintlichen Spendenaufruf mit sich.
Die Anwohnerin hatte etwas gespendet, dafür jedoch keine Quittung erhalten. In der Kassette führten die beiden Jungen aus Halver (14 und 15) rund 100 Euro mit sich. Bei der Überprüfung ihrer Personalien stellte sich zudem heraus, dass sie dem Polizisten falsche Daten angegeben hatten. Ein Telefonat bei der angegeben Schule machte deutlich, dass aktuell keine Spendenaktion laufe und die beiden Tatverdächtigen sich diese Geschichte offenbar nur hatten einfallen lassen.
Gegen sie wurde daher ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges eingeleitet. Ihre Eltern holten die Jungs auf der Wache Meinerzhagen ab. Wegen der Höhe des gesammelten Betrages geht die Polizei davon aus, dass es weitere Geschädigte geben muss. Zeugen bzw. Opfer werden gebeten, sich bei der Wache Meinerzhagen zu melden.
Ebenfalls am Mittwoch meldeten sich morgens Gewinnspielbetrüger bei einer Meinerzhagenerin und beglückwünschten sie zunächst zum Gewinn einer hohen fünfstelligen Summe. Für die Auszahlung sei es jedoch erforderlich, 1000 Euro über Google Pay Karten zu übermitteln. Das Opfer ging in den nächstgelegenen Supermarkt, kaufte die Karten und übermittelte den Betrügern die darauf vermerkten Codes. Nach ihrem Erfolg versuchten die Täter einen weiteren Schritt, um ihr Opfer um weiteres Geld zu bbetrügen. Hierauf ging die Frau jedoch nicht mehr ein, ahnte Übles und rief die Polizei.
Die ermittelt nun wegen Betruges und warnt neuerlich vor der Masche. Die Methode ist immer gleich: Die Täter suchen sich zumeist ältere Opfer. Sie machen telefonisch falsche Gewinnversprechen und agieren dabei kommunikativ äußerst geschickt – auch wenn sie nicht an einer Lotterie teilgenommen haben.
Die Polizei rät, niemals Geld oder andere Zahlungsgüter auszugeben, um einen vermeintlichen Gewinn zu erhalten und niemals persönliche Informationen weiterzugeben. Viele weitere Tipps und Infos finden Sie hier.









