Es waren warme Tage, doch den Fahrzeugen machte die Hitze nur wenig aus. Schließlich handelt es sich um sehr robuste Vertreter, „die aber im Alter auch etwas Pflege brauchen, ähnlich wie andere historische Fahrzeuge auch“, klärt Sammler und Clubmitglied Volker Neumann auf.

Zwar ist der in Schalksmühle ansässige Club nicht „immens groß“ (32 Mitglieder), doch Nachwuchssorgen gibt´s keine: „Im vergangenen Jahr haben wir sieben junge Leute gewinnen können“, freut sich der Versorgungsingenieur, der selbst beruflich keinen direkten Bezug zur Materie hat. Der kam durch die Landwirtschaft der Großeltern, die allerdings selbst keinen Trecker besaßen. Auf den Nachbarhöfen gab es allerdings genug Möglichkeiten, diese zu bewundern oder auf ihnen mitzufahren. Durchaus denkbar, dass ein Exemplar von damals nunmehr im generalüberholten Zustand auf dem Schützenplatz stand.
Denn das jüngste Exemplar, ein Deutz mit richtiger Fahrerkabine, wirkt zwar in der Grundform modernen Schleppern entfernt ähnlich, ist aber auch schon mindestens 40 Jahre alt. Andere dürften noch Jahrzehnte mehr auf der Achse haben. Und sind zum Teil noch heute im Gebrauch. Und wissen, die zahlreichen Gäste des Treckertreffen zu begeistern – auch wenn sie nicht auf Hochglanz poliert sind.
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Es war nun das vierte Treffen dieser Art und sollte eigentlich alle zwei Jahre stattfinden. Im Jahr 2020 ist ein Treffen aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen, der Nachholbedarf entsprechend groß. Und so sind die Mitglieder mit fast allen ihrer landwirtschaftlichen Fahrzeugen angetreten. Das sind wenige: „Die Leute aus unserem Club haben über 60 Trecker“, schätzen Volker Neumann und und der 2. Vorsitzende Mike Klinker nach einer gemeinsamen „Hochrechnung“.
Das Rahmenprogramm bot alles, was typischerweise gewünscht wird: Fachsimpeln und Netzwerken bei Bier oder Kaffee, für Hunger & Appetit gab es Gegrilltes und Kuchen. Auch sollten die kleinen und großen Gäste auch mal Trecker „in Action“ bewundern. Dazu gab es Geschicklichkeitsprüfung wie die Wippe, auf der das Fahrzeug ausbalanciert werden sollte und sich trotz allem Feingefühl der Fahrer nicht mit jedem Exemplar machen ließ.
Mancher Besucher kamen selbst im Oldtimer-Fahrzeug, welche aber auch nur einen indirekten Bezug zum Thema hatten. So baute auch Porsche mal Traktoren, doch tauchen im Stammbaum an einer völlig anderen Stelle als das 911er Cabrio auf. Immerhin als G-Modell auch schon mit Historie. Genau wie ein „123er“ Mercedes, der zwar als Diesel auch umgangssprachlich mit Treckern in Verbindung gebracht wird – hierbei handelt es sich allerdings um einen recht großvolumigen Benziner.
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„Echte Liebhaber“ reisen zudem auch mit dem Trecker – so schwärmte Club Mitglied Neumann von einer Österreich-Reise mit seinem frisch restaurierten „Lanz“. Für ausreichend geduldige Menschen zweifelsohne ein tolles Erlebnis.









