An acht Stationen mit unterschiedlichen Berufsfeldern konnten sich die Schüler der Klassen 8 bis 10 informieren. Die Angebote der heimischen Unternehmen umfassten Berufsfelder wie Industriekaufmann / -frau, Elektroniker, Handelsfachpacker, Pflegefachkraft, Werkzeugmechaniker, Mechatroniker und Kunststofftechnologie.
„Viele Kinder kennen ihre Fähigkeiten nicht oder vermuten etwas anderes zu können. Hier können sie sich ausprobieren“, umreißt Beate Paga vom Arbeitgeberverband Lüdenscheid den Sinn des Speed-Datings. Jeweils 15 Minuten haben die Schüler Zeit, in das Berufsfeld reinzuschnuppern. Dann geht es einen Tisch und ein Berufsfeld weiter.
Ziel: Kontakte herzustellen und Blick zu weiten
Ziel ist es „Kontakte herzustellen und Auszubildende zu generieren“, so Beate Paga. Unterstützt wird der Arbeitgeberverband dabei vom Technikzentrum Minden-Lübbecke. Der gemeinnützige Verein, der Jugendliche und Erwachsene bei der Berufswahl unterstützt, organisiert die Berufsparcours und bringt seine Erfahrung ein. Durch die Vielzahl von Möglichkeiten wird auch der Blick geweitet für berufliche Möglichkeiten.
Für Personalleiter Oliver Luke vom Kunststoff-Hersteller W. u. H. Fernholz geht es darum, sich als Unternehmen zu zeigen. Man mache den Jugendlichen ein Angebot. „Ich hoffe schon, Leute zu finden“, hat Luke künftige Azubis im Blick.
Am Nachbartisch erklärt Michael Kliewer, selbst noch Auszubildender bei Phonix Feinbau, wie ein Werkzeug montiert wird. Ihm macht der Beruf Spaß und das will er auch gerne vermitteln. Stephan Icks, Ausbilder bei der Firma Otto Fuchs, hat gleich mehrere Auszubildende mitgebracht. Auch ihm geht es darum, „junge Leute mehr in Richtung Industrie zu führen. Bei solchen Aktionen sind Auszubildende grundsätzlich dabei“. Da sei die die Distanz zur Zielgruppe nicht so groß. „Die Hemmschwelle ist niedriger.“
Wissen, was nicht passt, macht auch klüger
Am Technotrans-Tisch montieren die Schüler in Kleingruppen Kühlgeräte. Anleiter auch hier Auszubildende des Unternehmens. Die Hoffnung von Ausbildern wie Sebastian Gebauer ist die, dass die Angebote und die Begeisterung, mit der Auszubildende ihren Job vorstellen, verfängt und sich am Ende doch einige für eine Ausbildung im eigenen Unternehmen entscheiden.
Bei Henrik scheint mit der Verdrahtung auch ein Draht zur Ausbildung gezogen worden zu sein. Er kann sich Elektroniker als Beruf vorstellen. Und Anastasia und Asye? „Bäcker oder Gastronomie“, sagen beide. Immerhin: Sie haben am Dienstagvormittag gelernt, was nichts für sie ist. Und auch im Handwerk und in der Gastronomie werden Azubis hängeringend gesucht. Der Berufsparcours scheint eine Win-Win-Situation für die alle Beteiligten zu sein.
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