100 Jäger und Jägerinnen nahmen an der revierübergreifenden Drückjagd teil.
Foto: Hegering Halver / privat
Im Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest war das Augenmerk der 100 Jäger beim Halveraner Frühansitz hauptsächlich auf den Abschuss von Wildschweinen gerichtet. Den Jägern kamen aber lediglich zwei Schwarzkittel vor die Flinte.
100 Jäger und Jägerinnen haben am Sonntag, 7. September, in Halver am hegeringweiten "Frühansitz" teilgenommen. In 12 der 14 Jagdrevieren wurde in der Zeit von 6 Uhr bis 9 Uhr (Eichhofen Nord und Süd, Glörfeld, Wilde-Ennepe Nord, Oeckinghausen, Ober-Vahlefeld, Brenscheid 1+2, Schöneberge, Buschhausen, Schmidthausen und Bommert) gejagt.
Gerade in Hinsicht auf die drohende (Afrikanische Schweinepest - ASP) sind die Jäger darauf bedacht, Wildschweine aktiv zu bejagen. Allerdings ist auch die Mithilfe der Waldbesucher gefragt, um die Ausbreitung dieser für Schweine tödlichen Krankheit zu verhindern. (LokalDirekt berichtete)
Die Jäger bitten unbedingt darum, Hunde im Wald an die Leine zu nehmen. Auch wenn in Halver keine Leinenpflicht besteht, können Tierkadaver im engeren Umkreis von Wegen liegen. Eine Infektion mit der ASP ist für Mensch und Hund nicht möglich, der Erreger kann aber durch Kontamination weitergetragen werden. Falls die ASP ein Schwein befällt (Mastbetrieb, Privatzucht, etc.), bedeutet dies innerhalb weniger Tage den Tod des infizierten Tieres und eventuell sogar das vorsorgliche Töten aller Tiere dieses Betriebes.
Daher die Bitte der Jäger: "Lassen Sie Ihre Hunde an der Leine. Auch wenn ihr Hund gut hört, kann er den Weg verlassen und mit einem infizierten Wildschwein oder einem Kadaver in Kontakt kommen."
Beim Frühansitz kamen zwei Wildschweine, zehn Rehe, ein Dachs, acht Füchse, zwei Waschbären zur Strecke. "Im Hinblick auf die ASP hätten wir uns natürlich einen größeren Abschuss von Wildschweinen gewünscht, aber da steckt man ja nicht drin", bedauert der Obmann für Pressearbeit, Kristian Filling.
Zum anschließenden Schüsseltreiben wurde auf dem "Hof Tacke" gefrühstückt. Angeboten wurde unter anderem Rührei aus insgesamt 400 Eiern.