Zum 1. November hatte die Westfalen Bus GmbH den Shuttle-Betrieb für den Bereich Meinerzhagen-Valbert übernommen. Grund: eine Insolvenz des bisherigen Bus-Betreibers. „Für Kunden ändert sich nichts“, betont Sulies. Angebot, Personal und Buchungsmöglichkeiten bleiben gleich. Nur die Fahrzeuge haben sich geändert. Statt auffälliger Folie, die die Shuttle-Fahrzeuge weithin sichtbar machte, haben die Kleintransporter jetzt eher bescheidene Aufkleber. Auch das soll sich schnell wieder ändern.
Unabhängigkeit von den organisatorischen Fragen im Hintergrund sei „der Betrieb insgesamt als Erfolg zu verbuchen“, so Sulies. Der On-Demand-Verkehr, der vor allem den ländlichen Bereich um Valbert anbinden soll, hatte den Betrieb im März aufgenommen. „Maßgeschneidert für Fahrtwünsche der Kunden“, bewertet Sulies das Angebot, das „verdammt gut angenommen wird.“ Neben dem bedarfsgerechten Angebot, bei dem der Bus auf Bestellung kommt, weist der MGV-Sprecher auch auf die hohen Kosten hin.
Konzept gut für kleine Kommunen
Die MVG jedenfalls möchte an dem Betrieb festhalten – auch über die Testphase hinaus. Dazu müsse man sehen, wie man die Dienstleistung mit dem logistischen und technischen Aufwand günstiger einkaufen könne.
Geplant sind mittelfristig auch Untersuchungen mittels einer App zum Mobilitätsverhalten im Kreis. Es gehe darum, „viel spezieller zu wissen, wann Menschen fahren möchten“. Wenn das klar sei, könne das Angebot angepasst werden. Der Märkische Kreis mit seinen vielen kleinen Ortschaften sei prädestiniert für eine Ausweitung des On-Demand-Verkehrs. Je kleiner die Gemeinden seien und je individueller die Fahrten, desto weniger Sinn mache ein Taktverkehr mit festen Zeiten. Mit dem BEA-Konzept, das als Modellversuch noch bis Ende 2024 läuft, habe die MVG „genau das passende Leistungsangebot an dem Markt gebracht“.










