Wie die Kreisverwaltung mitteilt, werden Anrufe ab dem 17. Juli montags, dienstags, donnerstags und freitags nur noch zwischen 8 und 9 Uhr angenommen. Als Alternative biete es sich an, Anliegen per E-Mail an [email protected] zu senden.
„Mit dieser Veränderung wollen wir es den Mitarbeitern ermöglichen, die aktuell hohe Anzahl von Anträgen und Anliegen auf ihren Schreibtischen möglichst durchgehend, ohne Ablenkung und damit effektiver zu bearbeiten“, heißt es aus dem Schwelmer Kreishaus.
Doppelt so viele Einbürgerungsanträge
Dort – wie in vielen anderen Ausländerbehörden in Deutschland – sähen sich die Verantwortlichen deutlich mehr Arbeit gegenüber: „Stichwörter hierfür sind die anhaltende Zuwanderung sowie der russische Angriffskrieg auf die Ukraine“, heißt es in der Mitteilung. So sei es auch im EN-Kreis nötig, eine Vielzahl von Flüchtlingen zu registrieren. Zudem habe sich die Zahl der Einbürgerungsanträge verdoppelt: „Der Hintergrund: Die in den Jahren 2015 und 2016 eingereisten Flüchtlinge verfügen inzwischen über die dafür notwendigen Wartezeiten.“
Erheblich erschwert werde das Bearbeiten von Anträgen für die Mitarbeiter der Ausländerbehörde auch durch die zunehmende Komplexität und stetigen Novellierungen des Ausländer- und Asylrechts. Dazu zählten beispielsweise das Chancenaufenthaltsrecht und die Förderung der Fachkräfteeinwanderung.
Hohe Personalfluktuation
Ebenfalls kein Geheimnis sei der vergleichsweise hohe Personalwechsel, von dem die Ausländerbehörden betroffen wären: „Zwar konnten die in Schwelm freigewordenen Stellen zuletzt wiederbesetzt werden, so dass aktuell niemand gesucht wird. Allerdings müssen die neuen Kollegen die für sie neue Materie erst kennen- und anwenden lernen.“
Sechs bis neun Monate Bearbeitungszeit
Die Folge: „Das Bearbeiten von Anfragen und Anträgen, die rechtlich zu prüfen sind, dauert derzeit zwischen sechs und neun Monate.“ Mit Einschränkung der telefonischen Erreichbarkeit will die Behörde hier kürzere Bearbeitungszeiten erreichen.









