Es war ein kleiner Teilnehmerkreis. Diskutiert wurde dafür umso intensiver. Die Besucher tauchten tief in das Lukas-Evangelium ein. Dabei ging es auch darum, die Berichte aus dem Evangelium wissenschaftlich einzuordnen. Denn, wer weiß wo, wann und auf welcher Quellengrundlage etwas entstanden ist, kann verschiedene Berichte besser einordnen. „Es ist wichtig, dass man diese Dinge beim Bibelstudium im Blick hat, das wertet die Geschichten auch nicht ab. Es hilft lediglich bei einer Einordnung“, betonte Referent Matthias Linke. Für den Diplom-Theologen sind intensive Bibelabende eine Kraftquelle: „Texte aus der Bibel haben eine ungeheure Kraft, Menschen zu bewegen. Es ist toll, darüber ins Gespräch zu kommen.“ Die Bibel gebe immer wieder neue inhaltliche Impulse für das Leben.
Gemeinsam überlegten die Teilnehmer zunächst, was ihnen ganz allgemein zum Lukas-Evangelium einfällt. Eines kam natürlich sofort: die Weihnachtsgeschichte. Allerdings die Version mit den Hirten. Die mit den Heiligen Drei Königen stammt nämlich aus dem Matthäus-Evangelium. Zudem biete Lukas die einzige Geschichte aus der Jugendzeit von Jesus. „Lukas hat relativ spät geschrieben. So von 70 bis 85 nach Christus. Entsprechend hatte er mehr und andere Quellen“, erklärte Linke. Grundsätzlich sei es eher so, dass die vier Evangelien sich nicht gegenüber stehen, sondern alle Geschichten gemeinsam zu einer Art Mosaik zusammengelegt werden müssten, um wirklich alle Geschichten zu kennen und einzuordnen.

Es folgen noch zwei weitere Abende im Rahmen der Veranstaltungsreihe „ökumenische Bibelgespräche“. Der nächste findet am Montag, 18. September, ab 19 Uhr im Lutherhaus in Altena statt. Dann dreht sich alles um das Thema „Bibel teilen“. Zum Abschluss, am Montag 13. November, ebenfalls ab 19 Uhr im Lutherhaus, heißt es dann „Bibel kreativ“. „Bei den Veranstaltungen geht es nicht ganz so wissenschaftlich zu. Es geht eher darum, ins Gespräch zu kommen“, betonte Dan Ossenberg-Engels aus dem Organisationsteam. Wer möchte, kann noch einsteigen. Vorwissen aus den Abenden, die bereits stattgefunden haben, sei nicht erforderlich.










