Mit den Beschäftigtenzahlen im Februar liege der Kreis „im normalen saisonalen Verlauf“, schätzt Sandra Pawlas die Entwicklung ein. In die Statistik der Arbeitslosen fallen in diesem Monat verstärkt diejenigen, die eine Weiterbildungsmaßnahme abgeschlossen haben, sowie junge Menschen nach Abschluss ihrer zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Ausbildung, die sich nun arbeitslos melden. „Wir haben allen Grund, optimistisch davon auszugehen, dass diese jungen Fachkräfte im Anschluss an ihre Ausbildung eine Arbeitsstelle finden werden. Der Bedarf an Fachkräften ist über alle Branchen hinweg unverändert hoch“, betont Sandra Pawlas.
Im Februar haben die Arbeitgeber in der Region wieder mehr neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. 1.118 sind dazu gekommen, 444 mehr als im Januar. Im landesweiten Vergleich schneidet der Märkische Kreis sogar überdurchschnittlich ab.
Frauen bieten großes Potenzial
„Der trotz Krisenzeiten robuste und aufnahmefähige Arbeitsmarkt darf den Blick auf das zunehmende Problem des Fachkräftemangels nicht verstellen, das uns als Gesellschaft bewegt“, sagt Sandra Pawlas. Nicht nur zum Internationalen Weltfrauentag am 8. März lohne daher der Blick auf das große Arbeitskräftepotenzial, das die Frauen in unserer Region bieten. Im Märkischen Kreis liegt die Beschäftigtenquote von Frauen mit 56,2 Prozent in einem guten Bereich und über dem Landesschnitt von 55,7 Prozent.
Frauen sind zum überwiegenden Teil sehr gut qualifiziert. Doch noch immer arbeiten vornehmlich Frauen in Teilzeit, ihr Anteil an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung liegt bei 82,8 Prozent. Vollzeit arbeiten lediglich 30,1 Prozent. Ein Hindernis, mehr zu arbeiten, ist für Frauen häufig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Alles unter einen Hut zu bringen, ist eine große Herausforderung und braucht die entsprechenden Rahmenbedingungen, etwa in der Kinderbetreuung. Viele Arbeitgeber bieten bereits Lösungen wie flexiblere Arbeitszeiten an. Es ist jedoch noch Engagement von allen Seiten erforderlich, um den individuellen Familienkonstellationen gerecht zu werden und mehr Frauen in Vollzeitjobs zu bringen. Wenn dies gelingt, bieten sie einen echten und direkten Mehrwert für die Unternehmen, denn gut ausgebildet sind sie bereits“, betont Sandra Pawlas.
Anders stellt sich die Situation bei den arbeitslosen Frauen in der Region dar: Fast zwei Drittel der arbeitslosen Frauen haben keine Ausbildung und können daher meist nur in Helferjobs vermittelt werden. „Auch hier liegt der Schlüssel in Qualifizierung und Berufsausbildung. Diese kann in Vollzeit oder in Teilzeit absolviert werden. Arbeitsagentur und Jobcenter beraten und unterstützen hier individuell“, so die Arbeitsmarktexpertin.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Beschäftigung der ausländischen Frauen im Märkischen Kreis um 610 Personen und 9,0 Prozent gestiegen. In diese Statistik fallen auch viele Frauen aus der Ukraine, die nach Beendigung der Sprachkurse in die Arbeitswelt integriert werden können.
Nachrodt-Wiblingwerde
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Nachrodt-Wiblingwerde im Februar 2023 gestiegen. 173 Personen waren ohne Job. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 5 Personen (3,0 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen damit um 6 Personen. Damals waren 167 Nachrodt-Wiblingwerder ohne Job. Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei plus 3,6 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 71 Frauen und 102 Männer. 54 Ausländer sind ohne Arbeit. 20 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 54 Arbeitslose 55 Jahre und älter.
Lüdenscheid
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Lüdenscheid im Februar 2023 gestiegen. 3.279 Personen waren ohne Job. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 66 Personen (2,1 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen damit um 211 Personen. Damals waren 3.068 Lüdenscheider ohne Job.
Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei plus 6,9 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 1.485 Frauen und 1.794 Männer. 1.375 Ausländer sind ohne Arbeit. 246 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 771 Arbeitslose 55 Jahre und älter. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Februar 8,3 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 7,6 Prozent.
Halver
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Halver im Februar 2023 gestiegen. 520 Personen waren ohne Job. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 28 Personen (5,7 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen damit um 41 Personen. Damals waren 479 Halveraner ohne Job.
Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei plus 8,6 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 236 Frauen und 284 Männer. 192 Ausländer sind ohne Arbeit. 36 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 172 Arbeitslose 55 Jahre und älter.
Schalksmühle
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Schalksmühle im Februar 2023 gesunken. 323 Personen waren ohne Job. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 9 Personen (-2,7 Prozent) weniger. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen damit um 22 Personen. Damals waren 301 Schalksmühler ohne Job. Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei plus 7,3 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 158 Frauen und 165 Männer. 115 Ausländer sind ohne Arbeit. 21 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 96 Arbeitslose 55 Jahre und älter.
Kierspe
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Kierspe im Februar 2023 gestiegen. 428 Personen waren ohne Job. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 17 Personen (4,1 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen damit um 6 Personen. Damals waren 422 Kiersper ohne Job.
Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei plus 1,4 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 179 Frauen und 249 Männer. 109 Ausländer sind ohne Arbeit. 35 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 142 Arbeitslose 55 Jahre und älter.
Meinerzhagen
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Meinerzhagen im Februar 2023 gesunken. 633 Personen waren ohne Job. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 29 Personen (-4,4 Prozent) weniger. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen damit um 55 Personen. Damals waren 578 Meinerzhagener ohne Job. Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei plus 9,5 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 300 Frauen und 333 Männer. 212 Ausländer sind ohne Arbeit. 47 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 184 Arbeitslose 55 Jahre und älter.
Plettenberg
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Plettenberg im Februar 2023 gestiegen. 872 Personen waren ohne Job. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 34 Personen (+4,1 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen damit um 20 Personen. Damals waren 852 Plettenberger ohne Job.
Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei plus 2,3 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 379 Frauen und 493 Männer. 368 Ausländer sind ohne Arbeit. 86 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 205 Arbeitslose 55 Jahre und älter.
Herscheid
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Herscheid im Februar 2023 gestiegen. 164 Personen waren ohne Job. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 3 Personen (+1,9 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen damit um 14 Personen. Damals waren 150 Herscheider ohne Job. Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bei plus 9,3 Prozent. Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, sind 79 Frauen und 85 Männer. 63 Ausländer sind ohne Arbeit. 12 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 51 Arbeitslose 55 Jahre und älter.









