Die Agentur für Arbeit Iserlohn und das Jobcenter des Märkischen Kreises informieren über die Entwicklung am Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis.
16.749 Frauen und Männer waren arbeitslos gemeldet, rund 220 Personen weniger als im
Vormonat (-1,3 Prozent). Einen großen Anteil daran haben nach wie vor Frauen (7.362), Ausländer (6.302) und Arbeitssuchende ab 55 Jahren (4.495) sowie Langzeitarbeitslose (7.017).
Mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen startet der Märkische Kreis im März in
das Frühjahr. Diese Entwicklung ist NRW-weit auszumachen.
„Wie erhofft und saisonal üblich, sinkt die Arbeitslosigkeit in diesem Monat im Kreis“,
so Arbeitsagenturchefin Sandra Pawlas. „Der Arbeitsmarkt zeigt sich aufnahmefähig,
Arbeitgeber stellen wieder ein. Das stimmt uns mit Blick auf die kommenden Monate
zuversichtlich und wir hoffen, dass sich die positiven Tendenzen weiter fortsetzen
und der Arbeitsmarkt wieder an Fahrt aufnimmt“, ergänzt die Expertin.
Der Arbeitskräftebedarf in der Region bleibt hoch. Im März haben Arbeitgebende 729
neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 43 mehr als im Vormonat.
„Nach wie vor ist der Fachkräfteengpass im Märkischen Kreis groß. Der beste
Schutz vor Arbeitslosigkeit ist daher nach wie vor Qualifizierung. Die Arbeitsagentur
berät und unterstützt hierbei jederzeit“, erklärt Sandra Pawlas.
Dazu passt die Meldung der Agentur für Arbeit in Iserlohn, dass es nach wie vor auf viele freie Ausbildungsstellen immer weniger Bewerber gibt.
Die Chancen stehen so gut wie nie. Theoretisch könnte jeder Ausbildungssuchende einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, denn: Aktuell sind kreisweit noch 1.619 betriebliche Ausbildungsstellen unbesetzt, 898 junge Menschen suchen noch einen Ausbildungsplatz.
„Ein trauriger Tiefststand. Weniger Bewerberinnen und Bewerber, weniger Ausbildungsstellen. Zudem klaffen Angebot und Nachfrage weit auseinander und Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu finden“, so Arbeitsagenturchefin Sandra Pawla.
Die Chancen eine Ausbildungsstelle zu ergattern, stehen also gut. Warum aber finden junge Menschen und Betriebe nicht zueinander? Die Gründe sind vielfältig. Es könne z.B. an der regionalen Distanz von Betrieb und potentiellem Azubi liegen, an einer vermeintlichen Unattraktivität von Berufen oder an arbeitgeberseitigen Einstellungskriterien, erklärt die Agenturchefin. Hinzukomme, dass sich mehr und
mehr junge Menschen gegen eine Ausbildung entscheiden und zum Beispiel weiter zur Schule gingen.
Daher richtet Sandra Pawlas ihren Appell vor allem an Eltern: „Sprechen Sie mit Ihren Kindern über Berufswahl und kommen Sie gemeinsam zu uns in die Beratung. Eine fundierte Berufsausbildung ist eine gute Basis für die berufliche Laufbahn. Oft ist gar nicht zwingend ein hoher Schulabschluss gefordert. Unsere Beratungsprofis erklären jederzeit gern, wo es freie Stellen gibt, wie man sich bewirbt und warum es sich lohnt seinen Hut in den Ring zu werfen.“








