Mit Hilfe der Aktion soll die tatsächliche Netzverfügbarkeit in NRW erfasst werden: „Jeder ist eingeladen, die Mobilfunkversorgung vor seiner Haustür, in seiner Umgebung, an seinen Aufenthaltsorten zu ermitteln und so zu dokumentieren, wo der Empfang besonders gut ist und wo die Verbindung hakt. Klar ist: Je mehr sich beteiligen, desto aussagekräftiger die Ergebnisse“, wirbt Landrat Olaf Schade für das Mitmachen. Initiiert wurde sie von den Mobilfunkkoordinatoren der Kreise und kreisfreien Städte – für den EN-Kreis ist dies Ulrich Schilling.
Messung per App
Über die App der Bundesnetzagentur lässt sich die augenblickliche Netzverfügbarkeit eines Mobilfunknetzes unkompliziert erfassen und so möglicherweise vorhandene Funklöcher ermitteln. Dabei werden die jeweilige Netzverfügbarkeit (kein Netz, 2G, 4G, 5G) auf dem Endgerät gespeichert, die Ergebnisse anonymisiert an die Bundesnetzagentur übermittelt, in der Funkloch-Karte des Gigabitgrundbuchs des Bundes verarbeitet und ausgewertet.
Die Funkloch-App steht kostenlos und werbefrei in den App-Stores zum Download bereit. Nähere Informationen zur Mobilfunkmesswoche und zur Funkloch-App sind online abrufbar.
Lästige Funklöcher aufspüren
„Die Mobilfunkmesswoche NRW kann auch für den EN-Kreis einen wichtigen Beitrag leisten, um die Zahl der lästigen Funklöcher zu senken. Diese gibt es aktuell insbesondere noch in großen Teilen des Hattinger Südens, in den gering besiedelten Bereichen Ennepetals und Breckerfelds sowie im Grenzbereich zwischen Gevelsberg und Sprockhövel“, so Schilling.
Die flächendeckende Versorgung bleibe für die Mobilfunkanbieter eine Herausforderung, denn vor allem enge Täler und die schwierige Topografie in Teilen des Kreisgebietes machten den Netzausbau anspruchsvoll: „Die Erkenntnisse der Messwoche werden allen Beteiligten helfen, die vorhandenen Lücken noch genauer lokalisieren und entsprechend priorisieren zu können.“
Schätzwerte für den EN-Kreis
Zum Stand der aktuellen Netzabdeckung liegen für den Kreis nur geschätzte Zahlen vor. Demnach stehe für 96 Prozent der Fläche und 98 Prozent auf öffentlichen Straßen eine 3G-Versorgung zur Verfügung, 4G gebe es für 85/90 Prozent und eine 5G-Versorgung bei 72 beziehungsweise 80 Prozent.









