Beim traditionellen Anüben wird stets ein großes Szenario gewählt. Ziel dieser Übung ist es, die Zusammenarbeit der Feuerwehreinheiten und weiterer Institutionen weiter auszubauen. In diesem Jahr lag die Übungsvorbereitung bei Kristian Sandor und Tobias Grothe vom Löschzug 3.
Als Übungslage wählten die beiden ein Brandereignis in einem Zug, der auf ein Abstellgleis geleitet wurde. Das Feuer griff auf die nahegelegene Industriehalle über. Im Zug sowie in der Industriehalle waren jeweils Personen vermisst.
Fast alle Einheiten im Einsatz
Am Samstag um 14 Uhr wurde zunächst der Löschzug 2 (Holthausen und Oestertal) mit dem Stichwort TH 1 – Schienenfahrzeugunfall in den Kahley alarmiert. Acht Minuten später wurde das Alarmstichwort auf TH 3 – Schienenfahrzeugunfall erhöht, was die Alarmierung der restlichen Feuerwehr zur Folge hatte. Lediglich die Feuerwache und die Löschgruppe Eiringhausen waren ausgenommen. Sie stellten den Brandschutz für das gesamte Stadtgebiet sicher.

Zunächst galt es, durch die eintreffenden Einsatzkräfte eine genaue Übersicht über die vorgefundene Lage zu erhalten und eine Einsatzstruktur aufzubauen. Nach der Erkundung stand fest, dass in dem brennenden Zug ca. 15 Personen zu retten sowie in der Industriehalle 6 Personen vermisst waren. Der Gesamteinsatzleiter bildete Einsatzabschnitte.
Die Löschzüge 3 und 1 bekamen den Abschnitt Menschenrettung/Brandbekämpfung im Zug und der Löschzug 2 übernahm die Menschenrettung/Brandbekämpfung in der Industriehalle. Zusätzlich übernahm das DRK Plettenberg die Versorgung der geretteten Personen.
Zusammenarbeit mit DB-Notfallmanagement
Diese nicht alltägliche und in der Realität hoffentlich nicht eintretende Einsatzlage wurde bewusst so gewählt, um die Zusammenarbeit mit dem Notfallmanagement der Deutschen Bahn sowie der Hessischen Landesbahn zu üben. Die Hessische Landesbahn stand für die Infos zum Fahrzeug zur Verfügung. Das DB-Notfallmanagement übernahm das Erden der Oberleitung und veranlasste die Streckensperrung.

Die Übung zeigte, dass ein Bahnunfall immer eine besondere Herausforderung darstellt. Dies wurde auch in der Nachbesprechung noch einmal herausgearbeitet, an der neben den Feuerwehreinheiten das Notfallmanagement der Bahn teilnahm. Der Dank der Übungsverantwortlichen gilt auch der Firma Brockhaus Stahl für die Bereitstellung des Übungsgeländes.
Nach Abschluss der Übung sorgte das Team der Feldküche für die Verpflegung der Feuerwehrleute und Gäste. Neben Abordnungen der Ratsfraktionen war die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk dabei, die die Gelegenheit zu Gesprächen mit den Einsatzkräften nutzte. Der Musikzug der Feuerwehr spielte auf und unterhielt die Anwesenden.









