Erster Schultag, Mittwoch, 10. August, 7.30 Uhr – der Ansturm der Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, wird erwartet: Schuldirektor Paul Meurer steht mit einer Kelle in der Hand vor der Schule, regelt den Verkehr. Polizei war zunächst angefragt, doch stattdessen passen Lutz Eicker vom Ordnungsamt und Schulhausmeister Peter Feest mit auf. „Die Polizei kommt nur, wenn etwas vorfallen sollte“, bestätigt Paul Meurer, der jetzt fast jeden Schüler persönlich begrüßt und darauf hinweist, dass man nicht über die Einfahrt, sondern über den links daneben liegenden Gehweg zum Schulgebäude gehen solle. Und die „Radfahrer müssen absteigen!“





Tatsächlich bleibt auch in der Folge ein Ansturm aus. Die Lehrer, die mit ihren Pkw ankommen, dürfen passieren und zum Parkplatz fahren, aber Mütter mit Schulkindern nicht. Die meisten haben ohnehin ihre Kinder an dem Seitenstreifen an der Haltebucht für Busse vor der Schule abgesetzt.
Doch die Kelle, die Meurer in der Hand hält, sorgt schon mal für Verwirrung. Vor allem, wenn sie mit der Rot-Seite nach vorne als Sonnenschutz genutzt wird: So ist ein Lkw-Fahrer offensichtlich irritiert, hält kurz an, merkt schnell, dass er offensichtlich nicht anhalten muss und fährt leicht verwirrt weiter.
Ansonsten klappt alles vorbildlich – auch ohne Polizei oder Schülerlotsen. Selbst wenn die Busse gegenüber der Schuleinfahrt anhalten und die Schüler die Straße überqueren müssen, warten ankommende Autofahrer geduldig. Und mit dem Kommentar: „Eigentlich schön hier draußen. Sonne und frische Luft!“, schließt der Direktor die Aktion ab.









