Am Montag, 20. Juni, wurde dem AFG in Halver von offizieller Seite (in diesem Falle in persona von Alexandra Herl, im Märkischen Kreis zuständig für Bildung und Integration) die Urkunde und das Siegel „Schule ohne Rassismus“ übergeben. Neben der Überbringerin hielten auch Schulleiter Paul Meurer, Angela Freimuth (FDP-Landtagsabgeordnete), Malte Biedermann (Mit-Initiator aus der Lehrerschaft) und Lina Bayerl (Vertreterin der SV) kurze Ansprachen vor der versammelten Schülerschar.
Angela Freimuth bestätigte, dass es wichtig sei, „klar Position zu beziehen“, wie es nun die gesamte Schule getan habe. Sie stellte klar: „Der Mensch hat Würde und wird dadurch wertvoll.“ Deshalb müsse man sich dafür einsetzen, dass Menschen nicht ausgegrenzt würden und es sei auch Aufgabe der Lehrer und Eltern, den Kindern zu helfen, Courage und Mut zu entwickeln.
Auch Malte Biedermann erklärte, dass man „Rassismus die Rote Karte zeigen“ müsse und dass es nun gelte, das verliehene Siegel mit Leben zu füllen. Die SV-Vertreterin Lina Bayerl nannte die Siegel-Auszeichnung „ein sehr großes Glück“, das „immens wichtig“ sei und man dem „kollektiven Wegschauen entgegen wirken“ müsse. Sie bedankte sich auch bei der Initiative der Lehrer Malte Biedermann, Imke Otto und Martin Müller, der gesundheitsbedingt nicht teilnehmen konnte.
Alexandra Herl bezeichnete die Schüler „als Motor des Siegels“ und erzählte, dass die Vergabe durch Corona ins Stocken geraten, nun aber endlich das Siegel direkt aus Berlin von der Bundeskoordination gekommen sei.







Die Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ vernetzt Schulen im Einsatz für die Menschenwürde. Über 3500 Schulen sind derzeit aktiv daran beteiligt. Es gilt alle Diskriminierungsformen im Blick zu haben.
Sowohl Schüler als auch Pädagogen soll mit dem Projekt ein Instrument an die Hand gegeben werden, das Klima an der jeweiligen Schule aktiv mitzugestalten und ganz bewusst gegen jegliche Form vom Diskriminierung, Mobbing und Gewalt vorzugehen. Die Idee entwickelte sich bereits 1988 in Belgien und gelangte schnell auch – voneinander unabhängig – in die Niederlande, Österreich und Spanien.
Am AFG fand im März eine geheime Abstimmung statt, in der es darum ging, ob die Schule an dem Projekt teilnehmen solle. Der gesamte Schulapparat – also neben Lehrerschaft und Schüler auch Sekretariat und Hausmeister – war gefragt und das Ergebnis war mehr als eindeutig: über 80 Prozent stimmten dem Beitritt zur Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu.









