„Es kommt wirklich vieles zusammen. Zum einen haben wir eine neue Kollegin, die sich noch in der Einarbeitung befindet. Hinzu kommen die Sonderarbeiten zum Jahresanfang, beispielsweise die Erstellung der Jahresabschlüsse 2023. Extrem ist die Belastung jedoch vor allem durch den Hacker-Angriff“, erklärt Putz. Ende Oktober gab es einen Hacker-Angriff auf die Südwestfalen IT (SIT). Der Zweckverband der südwestfälischen Kommunen ist als Dienstleister für die IT für 72 Kommunen – darunter alle Kommunen in Südwestfalen – und einige weitere zuständig. Sprich, seit Ende Oktober konnte die Gemeinde fast alle Dienste im Bereich Bürgerservice nicht mehr anbieten. „Insofern ist der Druck und das Besucheraufkommen derzeit extrem hoch“, erklärt der Fachbereichsleiter. Neben dem normalen Alltag und Besucheraufkommen gelte es die Wochen ohne Software nachzuarbeiten.
„Was man nicht vergessen darf: Jede Person, die den Bürgerservice besucht, bedeutet auch einige Nacharbeiten für uns. Das war bei dem ständigen Kommen und Gehen nicht mehr zu machen. Also gibt es mittwochs jetzt einen Tag im Backoffice, damit alle Aufgaben ordnungsgemäß und konzentriert abgearbeitet werden können“, erklärt Sebastian Putz das zukünftige Vorgehen. Bis auf Weiteres bleibt das Bürgerbüro daher einen Tag pro Woche für die Öffentlichkeit geschlossen. Ob das dauerhaft so gehandhabt wird, ist aktuell aber noch nicht klar. Zunächst gilt dies bis die Besucherströme abgearbeitet und die neue Mitarbeiterin eingearbeitet ist.
Um lange Wartezeiten zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Anliegen der Bürger auch bearbeitet werden können, müssen zukünftig Termine für einen Besuch im Bürgerbüro vereinbart werden. Möglich ist das online über die Homepage der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde.

Durch den Hackerangriff gibt es auch noch immer gravierende Einschränkungen. Die Bürger spüren dies unter anderem bei kostenpflichtigen Leistungen. Wer beispielsweise Ausweisdokumente beantragen möchte oder ein polizeiliches Führungszeugnis benötigt, muss Bargeld mitbringen. Das Zahlen per Karte ist immer noch nicht wieder möglich.
Joyce Kollhorst ist das neue Gesicht im Bürgerservice
Die neue Mitarbeiterin heißt übrigens Joyce Kollhorst. Die junge Frau kommt nicht aus der klassischen Verwaltungsarbeit. Zuletzt arbeitete sie bei ProCar. Aktuell wird sie von ihrem erfahrenen Kollegen Mark Wille eingearbeitet. Neben den Arbeiten im Bürgerservice wird sie auch weitere Aufgaben in der Verwaltung übernehmen. Unter anderem ist sie zuständig für die Verwaltung der Sportstätten, pflegt und erstellt den Veranstaltungskalender der Gemeinde und organisiert alles rund um den Themenbereich Ehrenamtskarte.









