„In meinem Leben arbeite ich lange genug, weswegen ich jetzt erstmal die Zeit nutzen möchte, um die Welt zu erkunden und viel dazu zu lernen“ – das ist das Motto des 18-jährigen Fynn Fröndhoff, der nach zwölf Jahren Schule auf eine Welt mit unendlichen Möglichkeiten blickt. Große Pläne stehen auf dem Programm: Kanada, Namibia und ein Studium.
Nach seinem Abitur ist der junge Halveraner auf ein neues Abenteuer aufgebrochen. Wochenlang reiste er mit seiner Familie im Wohnmobil durch Kanada. Angefangen in Vancouver führte der Weg durch viele Nationalparks in den Provinzen British Columbia und Alberta. Neben der atemberaubenden Aussicht erfreute sich Fynn vor allem über die Wildtiere: „Wir sahen Grizzlybären, Elche, Weißkopfseeadler und auf Vancouver Island sogar Wale“, erzählt Fynn.






Doch für ihn gab es nicht nur viel zu sehen, sondern auch viel zu lernen. Die einmonatige Reise nutzte er, um sich eine Auszeit von der Online-Welt zu nehmen und das „hier und jetzt“ zu schätzen: „Die endlosen Weiten Kanadas waren für mich eine perfekte Möglichkeit, auch mal fernab vom Internet und Social Media die Reise und die Gesellschaft meiner Familie zu genießen“, betont Fynn im Gespräch mit LokalDirekt.
Nach Nordamerika folgt Afrika: Für Fynn steht ein dauerhafter Aufenthalt in Halver nicht auf dem Plan. Stattdessen führt seine Reise nach Namibia – und das für ein Jahr. „Ein Auslandsjahr bietet mir die Chance, aus meiner Komfortzone auszutreten und mich anhand der vielen Herausforderungen weiterzuentwickeln“, entgegnet Fynn. Zusammen mit anderen Freiwilligen wird Fynn ein Schulprojekt in der Küstenstadt Swakopmund unterstützen, seine eigene Lerngruppe leiten und den Unterricht assistieren. „Ich werde engen Kontakt mit den Kindern haben und versuchen, auch meine eigenen Ideen in die Projektarbeit zu integrieren.“
Die Vorbereitung für das soziale Jahr sind im vollen Gange: “Ich lese zurzeit viele Bücher über Namibia, schaue mir Dokumentationen an und versuche mich mit Leuten auszutauschen, die schon mal dort waren.“ Zusätzlich biete seine Entsendeorganisation DRK-Landesverband Westfalen Lippe ein Vorbereitungsseminar in digitaler Form und in Präsenz an.
„Auf keinen Fall“ antwortet Fynn auf die Frage, ob die Corona-Pandemie ein Antrieb war, um aus der Heimat zu entkommen – ganz im Gegenteil: Vielmehr habe er gelernt, sein zu Hause wertzuschätzen, da es ihm im Vergleich zu vielen anderen auf der Welt noch sehr gut ginge. „Natürlich werden mir Halver, meine Familie und Freunde fehlen“, erzählt Fynn. „Trotzdem ermutigt es mich aber enorm, ins Ausland zu gehen, wenn ich weiß, dass ich ein schönes zu Hause in Deutschland hab, wo Familie und Freunde auf mich warten.“
Was ihn nach Namibia erwartet, kann Fynn noch nicht mit Gewissheit sagen. „Wenn alles klappt, hoffe ich, Human- oder Zahnmedizin studieren zu können“, das Auslandsjahr habe aber laut Fynn „großes Potenzial“, seine Zukunftspläne zu ändern.








