Eines wurde beim Abi-Sturm nach wenigen Momenten klar: Der Spaß steht im Vordergrund. Lärmend mit wummernden Bass-Tönen aus der Box und mit Farbfackeln zogen die Abiturienten gen Hauptgebäude, um hier ihrer Freude über das bestandene Reifezeugnis überbordenden Ausdruck zu verleihen. „Abios Amigos“ lautete ihr Spaß-Motto.
Schulleiter Sven Dombrowski erzählte, dass der Lehrerparkplatz am Morgen abgesperrt wurde und die Lehrkräfte weiter entfernt parken mussten oder dass einige Klassen „verschnürrt“ waren, aber alles „sehr harmlos und fasst schon liebevoll“ gewesen sei.
Von Spielen bis Farbbomben
Spiele hatten die Schulabgänger auch vorbereitet: Geschmackstests, Einkaufswagenrennen und die Reise nach Jerusalem standen auf dem Programm. Letztere konnte ein Schüler für sich entscheiden.
Mit Farbbomben und Wasserballons wurde auch geworfen. So wurde etwa der Musiklehrer Michael Otto Ziel von Wasserbomben. Er nahm es gelassen: „Ich glaube, die anderen Lehrer haben sich schon alle nach drinnen verzogen.“ Nach dem Sturm auf die Schule folge noch ein Umzug zu Fuß durch die Stadt, der in einer Party bei einer Mitschülerin münden solle, verriet ein Abiturient gegenüber LokalDirekt.

Auf die Frage, wieviele Schüler nun Abitur gemacht hätten, wurde ein Schüler herbeizitiert: „Ich glaube 91 ist die derzeit präziseste Schätzung“, lautete die Antwort.
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