Lachen, singen, tanzen und lernen – das geht. Auch die 49 Mädchen und Jungen aus der Erwin-Welke-Schule hatten am Dienstag jede Menge Spaß im Lüdenscheider Kulturhaus. Zusammen mit 450 weiteren ABC-Schützen aus dem Stadtgebiet verfolgten sie aufmerksam das Theaterstück „Abgeschnallt“.
Die Künstlergruppe „Theatertill“ aus Düsseldorf vermittelte den Kindern auf unterhaltsame und kindgerechte Art und Weise, worauf es im Straßenverkehr ankommt.

Dazu gehörte zum Beispiel das sichere Überqueren der Straße per Ampel oder Zebrastreifen. Auch das richtige Verhalten an einer Bordsteinkante und die Problematik von Elterntaxis waren wichtige Themen im Kulturhaus Lüdenscheid. Organisiert wurde die Veranstaltung von Diana Czech, Mobilitätsmanagerin beim Märkischen Kreis. „Es wird mitgesungen, mitgetanzt und mitgeraten. Ein einzigartiges Angebot mit sehr gutem Lernergebnis“, sagt Diana Czech, die die Theatergruppe aus Düsseldorf seit 2019 in den Märkischen Kreis holt. Dem stimmte auch eine Lehrerin am Ende der Vorstellung zu. „Alles wurde kindgerecht vermittelt“, sagte sie.
Im Gepäck hatte die Künstlergruppe die Figuren Julchen (Hauptperson), Karacho (ein Auto symbolisch für Elterntaxis), Bordo (die Bordsteinkante), Plinki (die Ampel) und Zebro (der Zebrastreifen). Zusammen erzählten sie die Geschichte, wie Julchen zu Jule wird und damit das richtige Verhalten im Straßenverkehr lernt. Mit Liedern, Tanz und Gesprächen wurden den Kindern Verhaltenstipps wie das Links-rechts-links-rechts-Schauen oder das Verhalten an der Sichtkante, dem Bordstein, vermittelt.

Wichtiges Thema der Vorführung war auch das sogenannte „Elterntaxi“: Diana Czech kennt die Problematik: „Wenn Kinder nur mit dem Auto zur Schule gefahren werden, lernen sie das eigenständige Bewegen im öffentlichen Verkehrsraum zu spät oder gar nicht. Das gefährdet den Schulweg und den Alltag der Kinder.“ Außerdem führen Elterntaxis oft zu Verkehrschaos an Schulen. Mit „Karacho“, einem Auto, wurden „Elterntaxis“ auch in das Theaterstück integriert: Während Julchen zu Beginn der Aufführung noch von „Karacho“ unter anderem zur Schule gefahren wird, kann sich Jule am Ende alleine und sicher im Straßenverkehr bewegen. Sie lernt, wie viel Spaß das Leben macht, wenn man sich aus eigener Kraft sicher fortbewegen kann. Mehr als 500 Kinder waren begeistert.










