Die ehemalige Kreuzkirche in Schalksmühle hat sich im Rahmen der „Dritte Orte“-Förderung zu einem bedeutenden Kulturort entwickelt: dem „8Giebel“. Das markante Gebäude mit seinen charakteristischen Giebelfenstern spielt eine zentrale Rolle im kulturellen Leben der Gemeinde und bietet ein vielfältiges Programm, das von ehrenamtlichen Akteuren und Vereinen gestaltet wird.
Allerdings stellten die Lichtverhältnisse in den Frühjahrs- und Sommermonaten eine große Herausforderung dar. Der Giebelsaal, ehemals Kirchenschiff, war aufgrund des starken Lichteinfalls aus den Giebelfenstern nur schwer zu bespielen. Die vorhandenen mobilen Stoffelemente reichten nicht aus, um eine adäquate Verdunkelung zu gewährleisten. Dies erschwerte insbesondere die Arbeit von Künstlern und Theatergruppen, die auf eine gezielte Lichttechnik angewiesen sind, um unterschiedliche Emotionen beim Publikum zu wecken.
In Feedbackrunden äußerten zahlreiche Künstler, dass es nahezu unmöglich sei, durch Lichtprogrammierungen eine bestimmte Stimmung zu erzeugen, wenn das Tageslicht ungehindert in den Saal strömt. Auch für das Kinderkino, das vom Jugendzentrum Schalksmühle initiiert wurde, war die Helligkeit ein Problem: Bei zu viel Licht zeigten die Kinder unruhiges Verhalten.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde ein elektrisches Verdunkelungssystem in jedem Giebelfenster installiert. Dieses System wurde von einem ortsansässigen Unternehmer speziell für den 8Giebel entwickelt. Es ermöglicht, Stoffelemente über einen elektrischen Zugmechanismus auf- und zugezogen werden. Da die Fenster ungleichmäßig sind, mussten für jedes Giebelfenster individuelle Maßanfertigungen erstellt werden. Der Prozess begann mit dem genauen Ausmessen aller Fenster und endete mit der Montage und Justierung von insgesamt 16 Verdunkelungselementen.
Das Projekt wurde zu 80 Prozent im Rahmen der LEADER Kleinprojekte „Oben an der Volme“ gefördert. Die Gemeinde Schalksmühle bedankt sich beim LEADER-Regionalmanagement „Oben an der Volme“, insbesondere bei Friederike Bönnen und Susanne Neumann.









