Egal ob V8-Small-Block-Motor oder V8-Big-Block-Aggregat von Chevrolet – Hubraum und Leistung haben beide Antriebe mehr als genug. Und auch die chromblitzenden Karossen drumherum können sich sehen lassen. 255 dieser Fahrzeuge, darunter 25 Motorräder, konnten am Samstag und Sonntag im Sauerlandpark Hemer bestaunt werden. Dorthin hatte der US-Car-Club Nordrhein-Westfalen eingeladen – und zwar schon zum achten Mal.

„Es war wieder einmal eine tolle Veranstaltung“, zeigte sich Mit-Organisator Herbert Wegfraß vom US-Car-Club zufrieden. Ein kleiner Wehmutstopfen bleibt aber für ihn: „Es hätten am Sonntag ein wenig mehr Tagesgäste sein dürfen.
Das Wetter war wohl zu gut, und es gab zeitgleich noch mehrere andere Veranstaltungen. Immerhin lockte das Treffen der US-Boliden nach Auskunft der Sauerlandpark GmbH an beiden Tagen gut 6500 Besucher in den Park.
Rund um den Himmelsspiegel hatten sich die Straßenkreuzer positioniert – die Motorräder etwas abseits. „Dieser Termin ist für uns alle in der US-Car-Szene zu einem Pflichtevent geworden und darauf dürfen wir auch ein bisschen stolz sein“, sagt Herbert Wegfraß.

2014 hatte der US-Car-Club Nordrhein-Westfalen zum ersten Mal in den Park eingeladen – pausieren musste man lediglich in den Corona-Jahren. Und nach dem jüngsten Treffen in Hemer steht für Herbert Wegfraß fest: „Es wird auch im kommenden Jahr wieder eins geben – wie gewohnt am dritten Juni-Wochenende“.
Besitzer kleiden sich stilecht
Fast alle bekannten US-Marken waren in Sauerlandpark vertreten – Chevrolet, Pontiac, Ford, Hummer, Lincoln und Jeep.
Die Besitzer waren aus dem Hochsauerlandkreis, dem Märkischen Kreis, dem Ennepe-Ruhr-Kreis, dem Münsterland und sogar aus dem Rheinland nach Hemer gekommen. Viele von ihnen hatten sich auch Stilecht im Outfit der 50er und 60er Jahre gekleidet. Die weiteste Anreise hatte ein PS-Enthusiast, der 180 Kilometer nach Hemer gefahren war.
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Harald aus Biedenkopf, der seinen Nachnahmen nicht nennen will, sorgte mit seiner gekonnten Moderation und ungeheurem Wissen bei der Vorstellung der jeweiligen Fahrzeuge für allerlei Informationen und Kurzweil bei den Besuchern. Wer es ganz genau nehmen wollte, der wagte auch schon mal mit Erlaubnis der Eigentümer einen Blick unter die Motorhaube.
Das älteste Fahrzeug auf dem Platz war übrigens ein Militär-Jeep Baujahr 1947. Der hatte standesgemäß die US-Flagge am Heck. Einige der ausgestellten Prachtstücke hatten heben der deutschen Zulassung auch ein „Elvis-Kennzeichen“. Bei den Motorrädern ragte die gewaltige Boss-Hoss mit ihrem V8 Motor und über 500 PS heraus. Ansonsten waren die Harleys bei den Zweirädern die dominierende Marke.
Proberunden um den Himmelsspiegel
Wer das Glück hatte, der wurde eingeladen, im US-Car eine Runde um den Himmelsspiegel zu drehen. Das kam besonders auch bei den Kindern und Jugendlichen an, von denen viele mit ihren Eltern zum zeitgleich angebotenen Familienfest in den Park gekommen waren. Für musikalische Unterhaltung und das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt.

„Die Entwicklung dieser Veranstaltung ist in der Tat bemerkenswert. Das gilt für die Fahrerinnen und Fahrer, die zu uns kommen, aber auch für alle Gäste, die ihre Zeit im Rahmen des Festivals bei uns im Park verbringen. Selbst die, die eigentlich mit der Familie gekommen sind, um spazieren zu gehen oder die Spielplätze zu erkunden, ertappen sich dabei, wie sie doch an den US-Cars vorbeischlendern und manchmal sogar ein wenig staunen“, freut sich Oliver Geselbracht vom Sauerlandpark, der das Konzept zusammen mit dem US-Car-Club entwickelt hat. Für Geselbracht und Wegfraß steht fest: „See you next year!“








