4.356 Personen waren es im Zuständigkeitsbereich der Ausländerbehörde des Kreises zum Stichtag 1. April und 1.378 (Stichtag 13. April) bei der Ausländerbehörde der Stadt Iserlohn. Die größte Kommune des Kreises hat eine eigene Ausländerbehörde, für die übrigen 14 Städte und Gemeinden ist die Kreisverwaltung zuständig.
Beim Hochsauerlandkreis waren es nach Angaben des Statistischen Landesamtes 4.067, der Kreis Olpe nahm 1.954 Kriegsflüchtlinge auf, der Kreis Siegen-Wittgenstein 3.586 und der Kreis Soest 3.863. Rund 2.700 von ihnen sind inzwischen aus Südwestfalen in die Ukraine zurückgekehrt. Landesweit suchten 227.118 Menschen Schutz vor dem Krieg in Nordrhein-Westfalen.
Und so verteilen sich die Geflüchteten auf die kreisangehörigen Städte und Gemeinden: Altena 256, Balve 161, Halver 222, Hemer 461, Herscheid 79, Kierspe 289, Lüdenscheid 972, Meinerzhagen 366, Menden 646, Nachrodt-Wiblingwerde 99, Neuenrade 137, Plettenberg 350, Schalksmühle 124 und Werdohl 194 – Iserlohn 1.378. Wie der Märkische Kreis auf Anfrage ergänzt, sind 1.550 der Flüchtlinge aus der Ukraine unter 18 Jahre alt. Alle erhalten in der Regel eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz.
Die Frauen, Männer und Kinder aus der Ukraine bekommen vor Ort in den Städten und Gemeinden auf vielfältige Weise Hilfe. Die Jungen und Mädchen besuchen die Schulen, in einigen Kommunen gibt es Ehrenamtliche, die ukrainischen Kinder betreuen und unterstützen. Untergebracht sind die meisten Flüchtlinge in Privatwohnungen, wie beispielweise in Iserlohn. Wie die Stadt auf Anfrage mitteilt, sind aktuell nur 130 Menschen in städtischen Asylbewerber-Unterkünften untergebracht. Zurzeit hat die Waldstadt noch etwa 250 freie Plätze.
Die Mehraufwendungen für die Hilfesuchenden betrugen im vergangenen Jahr beim Kreis knapp 4,5 Millionen Euro, Stand Februar 2023 sind es bereits 1,238 Millionen Euro. Erstattet bekam der Märkische Kreis aus Bundesmitteln 4,88 Millionen Euro. Die Kämmerei hatte den Mitgliedern des Kreistages in deren jüngster Sitzung mitgeteilt, es sei somit absehbar, dass die gewährten Bundesmittel die Mehraufwendungen, die in Verbindung mit der Ukraine stehen, nicht werden decken können. Im Haushaltsplan-Entwurf der Stadt Iserlohn für dieses Jahr sind 3,338 Millionen Euro ausgewiesen.
1,27 Millionen Euro beträgt der Haushaltsansatz der Stadt Hemer für Mieten, Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz, Krankenhilfen etc. Die Felsenmeerstadt hat noch Aufnahmekapazitäten für die Geflüchteten aus der Ukraine. „Wir versuchen natürlich, wo immer es geht, die Menschen in freie Wohnungen unterzubringen“, erklärt Marc Giebels, Sprecher der Stadt Hemer. Die Kommunale Erstaufnahmeeinrichtung der Stadt (KAE) im Hemeraner Ortsteil Deilinghofen beherbergt aktuell 100 Personen. Hier wäre noch Platz für weitere maximal 100.








