Für Sportvereine im Märkischen Kreis stehen erhebliche Mittel bereit: insgesamt rund 4,67 Millionen Euro für die Modernisierung und den Ausbau vereinseigener Sportstätten. Das hat die schwarz-grüne Landesregierung am Dienstag, 29. April, bekannt gegeben.
Die Mittel stammen aus der sogenannten NRW-Sportmilliarde und werden über den Kreissportbund sowie die Stadt- und Gemeindesportverbände an die Vereine weitergeleitet. Ziel ist es, Sportanlagen vor Ort zu modernisieren und bedarfsgerecht auszubauen.
Der heimische Landtagsabgeordnete Gregor Kaiser betont die Bedeutung der Förderung: Moderne Sportstätten seien entscheidend für attraktive Angebote vor Ort. Ob neue Duschanlagen, sanierte Hallenböden oder zeitgemäße Außenanlagen – die Vereine können eigenständig entscheiden, wie sie die Gelder einsetzen.
Die bereitgestellten Mittel übersteigen die kommunale Sportförderung. Laut Kaiser erhalten die Vereine damit nahezu das Dreifache dessen, was die Kommunen im Jahr 2025 für Sportförderung eingeplant hatten. Dies unterstreiche den hohen Stellenwert des Sports in Nordrhein-Westfalen.
Die Finanzierung basiert auf einem Bundes-Sondervermögen. Insgesamt werden 200 Millionen Euro aus dem NRW-Anteil direkt an die Sportbünde verteilt. Grundlage für die Berechnung ist die Sportpauschale 2025, multipliziert mit dem Faktor 2,78.
Verteilung im Überblick:
- Iserlohn: 980.495 Euro
- Lüdenscheid: 758.292 Euro
- Menden: 553.650 Euro
- Hemer: 359.881 Euro
- Plettenberg: 263.024 Euro
- Meinerzhagen: 219.149 Euro
- Werdohl: 188.472 Euro
- Kierspe: 173.170 Euro
- Altena: 173.117 Euro
- Halver: 172.789 Euro
- Balve, Herscheid, Nachrodt-Wiblingwerde, Neuenrade, Schalksmühle: jeweils 166.932 Euro
Die Förderung soll die Vereine langfristig stärken und die sportliche Infrastruktur im Märkischen Kreis nachhaltig verbessern.
Kreissportbund unterstreicht Handlungsbedarf
Auch der Kreissportbund Märkischer Kreis bewertet die Förderung als wichtigen Schritt. Geschäftsführer Sebastian Pahlke verweist auf den erheblichen Sanierungsbedarf: „Die Fördermittel für die vereinseigenen Sportstätten haben eine große Bedeutung. Wir haben in Deutschland einen gewaltigen Sanierungsstau bei vereinseigenen und kommunalen Sportstätten. Auch der Märkische Kreis hat diesen Sanierungsstau.“
Zugleich verweist Pahlke auf positive Erfahrungen aus der Vergangenheit: „Beim Vorgängerprogramm ‚Moderne Sportstätte 2022‘ haben die Stadt- und Gemeindesportverbände des Märkischen Kreises einen hervorragenden Job gemacht.“ Der Kreissportbund erwartet zeitnah weitere Details zur aktuellen Förderung. „Morgen wird die Staatskanzlei NRW die Richtlinien veröffentlichen, dann wissen wir auch im Detail mehr zu den konkreten Verwendungsmöglichkeiten“, so Pahlke.
Jede zusätzliche Investition trage zur Verbesserung der lokalen Sportinfrastruktur bei. Gleichzeitig betont er die Bedeutung einer strategischen Planung: „Übergeordnet ist eine Sportstättenentwicklungsplanung aus kommunaler Perspektive sehr sinnvoll, weil diese im Idealfall Bedarfe im Vorfeld analysiert und hilfreich bei der Fördermittelvergabe im späteren Verfahren sein können.“
Trotz der umfangreichen Förderung könne nicht jeder Investitionsbedarf gedeckt werden, so Pahlke weiter. Angesichts angespannter Haushaltslagen sei die Unterstützung jedoch ein wichtiger Impuls. „Ziel ist es nun, diese Mittel bestmöglich und gerecht zu verteilen. Die Fördermittel werden der Vereinslandschaft helfen und sind ein wichtiger Impuls für das Ehrenamt in Nordrhein-Westfalen.“










