Die heimische CDU geht im April nächsten Jahres erneut mit ihrem Abgeordneten Thorsten Schick im Wahlkreis 121 Märkischer Kreis I in die Landtagswahl. Der 54-jährige Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und Kreisvorsitzende erhielt bei seiner Nominierung im Städtischen Saalbau in Iserlohn-Letmathe alle 56 Stimmen der stimmberechtigten Mitglieder. Zu seinem Landtagswahlkreis gehören die Städte und Gemeinden Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde, Altena und Werdohl. Bei der letzten Landtagswahl 2022 konnte Thorsten Schick den Wahlkreis mit 41,5 Prozent der Stimmen deutlich vor der SPD gewinnen.
„Jetzt weiß ich ja genau, wer mich gewählt hat“, kommentierte ein sichtlich dankbarer Thorsten Schick das herausragende Wahlergebnis mit einem Schmunzeln. Eine Gegenkandidatin oder einen Mitbewerber hatte der 54-Jährige nicht. Von 2005 bis 2010 und erneut seit 2012 ist er Landtagsabgeordneter. Seit dem 29. Juni 2022 ist Schick Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Darüber hinaus ist er Kreisvorsitzender der CDU im Märkischen Kreis. Der Kreisvorstand hatte ihn der Versammlung für eine erneute Kandidatur empfohlen.
Thorsten Schick nutzte die Versammlung, die vom CDU-Bundestagsabgeordneten und NRW-CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak geleitet wurde, zu einem politischen Rückblick sowie Ausblick. „Die vergangenen fünf Jahre waren geprägt von der Corona-Pandemie, dem Ukraine-Krieg, die schwere Flut, die Sperrung der Rahmedetalbrücke und aktuell vom Irak-Krieg. Seit drei Jahren stecken wir in einer schweren Wirtschaftskrise“, so Schick.
Dennoch sei die politische Bilanz der von Ministerpräsident Hendrik Wüst geführten schwarz-grünen Landesregierung positiv und besser, als sie oft gesehen werde, schaltete der Abgeordnete bereits in den Wahlkampf-Modus. Schick: „Innenminister Herbert Reul hat die Innere Sicherheit durch sein Null-Toleranz-Vorgehen verbessert. 3.000 neu eingestellte Polizeianwärter und -anwärterinnen sind ein Rekordwert. Nach dem Terror-Anschlag von Solingen haben wir das größte Sicherheitspaket in der Geschichte auf den Weg gebracht. Kein Verbrecher darf sich in NRW sicherfühlen.“
Wahlkreis-Kommunen entlastet
Die Krankenhausreform von Karl-Josef Laumann, die Einführung der Landarzt-Quote beim Medizinstudium, die Entlastung der Kommunen um neun Milliarden Euro durch die Altschuldenregelung seien weitere Pluspunkte. „Allein die Kommunen in meinem Wahlkreis wurden um 42 Millionen Euro entlastet. Deren Schulden stehen jetzt in den Büchern der Landesregierung“, sagte Thorsten Schick. Er ließ auch die 227 Millionen Euro Investitionen in die Infrastruktur im Märkischen Kreis nicht unerwähnt. „Insgesamt gibt das Land 60 Milliarden Euro in den nächsten zwölf Jahren dafür aus.“ Schick listete die Verbesserung der Schüler-Lehrer-Relation, die Einführung der ABC-Klassen sowie die Sechs-Milliarden-Euro-Ausgaben für die frühkindliche Bildung auf. Für den 54-Jährigen steht die Zukunft der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes im Mittelpunkt. „Das Motto muss sein, von der Kohle zur KI, das muss Realität werden.“
Unterstützung für seine erneute Kandidatur kam aus berufenem Munde. „Thorsten Schick ist ein Aushängeschild für unsere Heimat“, rief Prof. Dr. Otto Wulff den Versammelten zu. Seiner CDU schrieb der langjährige, verdiente Abgeordnete ins Stammbuch: „Wir müssen den Menschen die Zuversicht geben, dass es wieder aufwärts geht. Das sollte jeder Unionsmann und jede Unionsfrau verkörpern.“
Kritik an Bundesregierung
Ganz ohne kritische Zwischentöne verlief die Aufstellungsversammlung allerdings nicht. Stefan Herbel, Kreistagsabgeordneter aus Nachrodt-Wiblingwerde, nutzte den Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ zur deutlichen Kritik an der CDU-geführten Bundesregierung. „Die gibt ein schlechtes Bild ab. Die Anzahl der Insolvenzen unserer Betriebe nimmt zu, die Zahl der Kurzarbeiter steigt“, rief Herbel dem Bundestagsabgeordneten Paul Ziemiak zu. Der gestand ein: „Die Leute werden doch verrückt, wenn jeder vor der Kamera etwas anderes sagt. Wir sollten weniger ankündigen, sondern machen. Es muss besser werden“, so Ziemiak an die eigene Adresse der CDU.










