Die Kernsanierung des Rathauses nimmt weiter Form an. In der Ratssitzung am Dienstag, 30. Juni, stellte Gebäudemanager Simon Trambacz den aktuellen Planungsstand vor. In den kommenden drei Jahren investiert die Stadt mehr als 4,3 Millionen Euro in das Objekt.
Sanierungsstart Anfang 2027
Mit dieser Summe kommt es zu einer Kernsanierung des Gebäudes aus den 1950er-Jahren. Neben neuer Heizung, Dämmung und Elektrik wird auch die Raumaufteilung grundlegend geändert, um für die Herausforderungen der kommenden Zeit gerüstet zu sein.
Nachdem am 16. März der positive Förderbescheid der Bezirksregierung in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro übergeben wurde, tagte am 15. April erstmals die Projektgruppe des Rathausumbaus. Neben der Verwaltungsleitung rund um Bürgermeister Olaf Stelse und Kämmerin Kerstin Steinhaus-Derksen besteht diese aus Fördermittelmanager Bastian Vollmann, Nelli Tide aus dem Bereich der Zentralen Verwaltung und Trambacz. Zudem unterstützen Frank Bramey und einer seiner Mitarbeiter aus dem beauftragten Architekturbüro "Bramey.Partner Architekten" aus Schalksmühle mit fachlichen Hintergründen. Am 5. Mai wurde die Generalplanung vergeben, im November sollen die ersten Verträge mit den ausführenden Gewerken geschlossen werden, sodass Anfang 2027 mit ersten Arbeiten begonnen werden kann.
Dezentralisierung der Büros erforderlich
Dadurch, dass der Betrieb in der Bauzeit uneingeschränkt weitergehen muss, werden manche Mitarbeiter des Rathauses umziehen müssen. In den kommenden Jahren, so erklärte Trambacz, müssen die Ratsmitglieder unter anderem auf ihren Ratssaal und die Besprechungsräume im Rathaus verzichten, die zu Übergangsbüros werden. Da diese Flächen jedoch vermutlich nicht ausreichen werden, ziehen weitere Kollegen zu den Stadtwerken. Auch in der Gesamtschule werden Verwaltungsbüros eingerichtet. Sollten all diese Flächen nicht ausreichen, sind als Notlösung die Feuerwehrgerätehäuser vorgesehen. Aktuell geht Trambacz jedoch davon aus, dass dies nicht notwendig sein wird.
Die Nachfrage der Ratsmitglieder, ob in diesem Zuge auch Homeoffice-Möglichkeiten eingeführt und erweitert werden, konnte Stelse nicht pauschal bejahen. Aktuell gebe es noch technische Hürden, wie Mitarbeiter dann auf das kommunale Datennetzwerk zugreifen könnten.
50.000 Euro Einsparung im Jahr
Nach der Sanierung sollen im Vergleich zum jetzigen Stand rund 90 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden. Diese Einsparungen kommen aus der Senkung des Energiebedarfs, da Heizung, Lüftung und Gebäudetechnik wie Beleuchtung deutlich effizienter sein werden. Neben der Umwelt kommt dies auch dem kommunalen Haushalt zugute: Rund 50.000 Euro, so schätzt die Verwaltung aktuell, lassen sich damit Jahr für Jahr einsparen. Diese Summe ist eine aktuelle Prognose, sollten die Energiepreise weiter steigen, fällt auch die Einsparung entsprechend höher aus.










