Update, 3. Mai, 8 Uhr: Erst um 1.25 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte vom Hohschlager Weg abrücken: Das brennende Sofa im Keller eines Hochhauses hat einen unbeschreiblichen Großeinsatz ausgelöst. Die primäre Aufgabe der Feuerwehr, das Löschen, war relativ schnell erledigt. Zur Erleichterung aller Beteiligten, denn derartige Einsätze in größeren Mehrfamilienhäusern haben ihre eigenen Tücken. Oftmals ist der Brandrauch das entscheidende Problem, vor allem, wenn er durch das Treppenhaus nach oben zieht und die Fluchtwege versperrt.

Damit hatten die Wehrleute am Dienstagabend durchaus zu kämpfen. Für sie war Stadtalarm gegeben worden: Sämtliche Feuerwehrleute aus Meinerzhagen waren gefordert, lediglich der Grundschutz konnte noch mit eigenen Kapazitäten sichergestellt werden. Zwei besetzte Fahrzeuge standen auf dem Otto-Fuchs-Platz, um im Falle eines Falles auch Paralleleinsätze fahren zu können.

Nachdem das Feuer gelöscht war, und man auch den Brandrauch einigermaßen unter Kontrolle hatte, konnten sich die Einsatzkräfte um die zahlreichen Betroffenen kümmern. Einige saßen noch in ihren Wohnungen fest, brauchten diese am Ende auch garnicht mehr zu verlassen. Die Bewohner, die das Haus durch das verrauchte Treppenhaus nach unten verlassen hatten, atmeten dabei nach Angaben der Feuerwehr giftige Rauchgase ein. Sie verharrten bei trockenem und nicht zu kaltem Wetter unter freiem Himmel.
Verletzte werden im Notfall-Bus behandelt
Um sie kümmerten sich die Rettungskräfte: Unter den zeitweise rund 155 Helferinnen und Helfern waren auch etliche Beteiligte von DRK und Rettungsdienst. Die Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes waren regelrecht in ihrem Element, es war die Versorgung einer großen Zahl von Betroffenen und Verletzten sicherzustellen. Vor allem mit wärmenden Decken. Verletzt wurden 37 Personen, heißt es im Einsatzbericht der Feuerwehr. Gerade Rauchgasvergiftungen sind tückisch und im ersten Moment schwer einzuschätzen. Die MVG entsandte ihren Notfall-Bus. Hier wurden Personen, die mit Rauchgas konfrontiert worden waren, von Ärzten gesichtet.
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Kurz nach der Alarmierung gegen 22 Uhr wurde schnell ein „Massenanfall von Verletzten“ (ManV) ausgerufen. Erst „ManV 10“, da man zunächst von zehn Betroffenen ausging, dann erhöht auf „ManV 25“. Schlussendlich galten 37 Menschen als leichtverletzt, vier von ihnen kamen mit Rettungswagen ins Krankenhaus. Dort mussten sie aber nicht bleiben.
Völlig offen ist, warum das im Keller gelagerte Sofa in Brand geraten war. Eine Frage, die auch für die Polizei wichtig ist. Die Chance auf Aufklärung ist aber erfahrungsgemäß gering. Im Falle einer vorsätzlichen Brandstiftung ist das mehr als unbefriedigend, denn ein derartiger Brand kann schnell dramatische Folgen haben.
Erstmeldung, 2. Mai, 22.45 Uhr: Aufgrund eines Kellerbrandes in einem achtstöckigen Hochhaus am Hohschlader Weg musste ein Großaufgebot der Feuerwehr am späten Dienstagabend, 2. Mai, die Bewohner aus ihren Wohnungen befreien. Mehr als 30 von ihnen wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vor Ort von Rettungskräften behandelt und versorgt. Einige Personen wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus verbracht.

Die Löscharbeiten sind abgeschlossen, einige Bewohner sind noch in ihren Wohnungen. Rettungskräfte von Feuerwehr, DRK und THW sind vor Ort. Als Brandherd wird ein Sofa im Keller angegeben.
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