Im Rahmen des „Kommunalen Energieeffizienz- und Ressourceneffizienz-Netzwerks“ (KERN) fand am Mittwoch, 25. Mai, eine Hausmeisterschulung für die teilnehmenden Kommunen statt. Die Schulung wurde vom KERN-Team organisiert. Die Gemeinde Schalksmühle war Ausrichter im dortigen Rathaus. Zur Durchführung der Schulung konnten mit Dr. Michael Scharp und Malte Schmidthals vom „BilRessNetzwerk“ zwei ausgewiesene Experten gewonnen werden.
Die Energiekosten steigen derzeit deutlich an. Das Verbrauchsverhalten ist dabei sehr wichtig und Nachhaltigkeit ist ein Thema, das man im Auge behalten muss. In Gebäuden spielen dabei Hausmeister eine sehr wichtige Rolle. „Hausmeister kennen die Technik und können mit einem guten Nutzungsverhalten in verschieden Bereichen Einsparungen erreichen“, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde Schalksmühle. Ein Temperaturunterschied von nur einem Grad Celsius könne die Abrechnung stark positiv verändern. Vor allem zur aktuellen Zeit ist jede Einsparung im Bereich Energie wichtig.
Vier der neun teilnehmenden Hausmeister gehörten zur Gemeinde Schalksmühle. Die insgesamt sechsstündige Schulung beinhaltete nicht nur Theorie, sondern auch einen Praxisteil und den Besuch der Heizungsanlage der Primusschule in Schalksmühle. Während der Schulung wurden auch einige Messgeräte vorgestellt und die Hausmeister hatten die Möglichkeit die Anwendungen zu lernen. Die Hausmeister haben nicht nur Neues gelernt, sondern wurden auch auf verschiedene Themen sensibilisiert. Während der Veranstaltung hat das KERN-Team die Plattform Loopfront vorgestellt. Mit der Plattform Loopront können Kommunen Entsorgungskosten vermeiden und wertvolle Materialien, die irgendwo gelagert und nicht benutzt werden, können in anderen Gebäuden nochmal genutzt werden.
Durch Loopfront werde die Energie für die Rohstoffgewinnung und Herstellung ganz gespart und der kürzere Transportweg zwischen Nachbarkommunen habe ökonomisch und ökologisch viele Vorteile. Bei weiteren Fragen können sich die Hausmeister an die Klimaschutzmanager der eigenen Kommune wenden sagte Frau Prof. Dr. Drees vom KERN-Team. Der Klimaschutzmanager der Gemeinde Schalksmühle Hadi Fleger freute sich über das Thema und die Zusammenarbeit mit den Hausmeistern der Kommune. Er zieht ein positives Fazit: „Ich danke dem KERN-Team für die Möglichkeit, dass Kommunen die Plattform Loopfront nutzen können und damit einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit leisten können. Nochmal herzlichen Dank für die heutige Schulung.“ Am Ende der Schulung wurden die Teilnehmer vom KERN-Team gefragt, ob Interesse an weiteren Schulungen besteht, woraufhin die Hausmeister der Kommune großes Interesse zeigten.
Hintergrund: KERN – nachhaltig, regenerativ, ressourcenschonend
Das kommunale Netzwerk KERN zählte bei seiner Gründung 2019 zu den ersten seiner Art in Deutschland. Ein gemeinsames Ziel der beteiligten Städte und Gemeinden in der Region: Einsparpotenziale bei Ressourceneinsätzen sowie Energieverbräuche für Liegenschaften kennenzulernen und zu verbessern. Die Kommunen wollen aber auch neue Wege in Sachen innovative Technologiekonzepte, Mobilität, ressourcenschonende Gebäudesanierung und -neubau oder der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien gehen. Um Erfolge auch nachweisbar zu machen, haben sich alle Netzwerk-Teilnehmer in einer gemeinsamen Zielvereinbarung verständigt, bis zum Ende des dreijährigen Projektzeitraums im August 2023 eine CO2-Einsparung von mindestens 15 Prozent bei den zu betrachtenden Liegenschaften in jeder Kommune zu erzielen. Um dies zu erreichen, wurde eine gemeinsame „KERN-Plattform“ entwickelt. Hier werden unter anderem
– konkrete Maßnahmen in puncto Energie- und Ressourceneffizienz gesammelt und die CO2-Einsparung sowie Kostensenkungen ermittelt
– ein dauerhafter Erfahrungsaustausch durchgeführt, der zu gegenseitigem Know-how-Gewinn führt
– ein kontinuierliches Monitoring, z.B. in Form eines „Ampelsystems“, zur Erfolgskontrolle genutzt
Die ENERVIE Gruppe übernimmt hierbei die Rolle des „Netzwerkmanagers“ und Know-how-Trägers. Dazu gehört neben der Organisation regelmäßiger Arbeitstreffen und der Unterstützung bei der Beantragung von staatlichen Fördermitteln auch die Durchführung von Veranstaltungen wie der nun durchgeführten Hausmeisterschulung.









