Erwartungsgemäß hat der Rat der Stadt Iserlohn in seiner jüngsten Sitzung der Interessensbekundung für das Bundes- und das Landesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zugestimmt. Es gab lediglich drei Enthaltungen. Von den Fördermitteln sollen die Eissporthalle saniert sowie die Ersatzbauten an den Schwimmbecken Aquamate in Letmathe und Seilersee finanziert werden.

11,1 Millionen Euro Eigenanteil

Um die Frist 15. Januar nicht zu versäumen, hatte die Stadtverwaltung den Förderantrag bereits im Vorfeld eingereicht. Der Ratsbeschluss musste bis zum 31. Januar nachgeliefert werden.

Auf Stadtkämmerer Michael Woitek kommen — die Bewilligung der Förderung vorausgesetzt — für die Sanierung der Eissporthalle erhebliche Ausgaben zu. „Die Gesamtausgaben belaufen sich danach auf 19.100.000 Euro. Die maximale Förderung für jedes einzelne Bauvorhaben ist auf 8,0 Millionen Euro gedeckelt. Der Eigenanteil in Höhe von 11.100.000 Euro ist aus städtischenMitteln zu tragen und kann der Bädergesellschaft in Form einer Eigenkapitalerhöhung zufließen. Die Mittel müssen noch im Haushalt 2026 veranschlagt werden“, hieß es in der Verwaltungsvorlage, über die die Ratsmitglieder am Mittwoch, 28. Januar abzustimmen hatten. Eigentümerin der Eissporthalle ist bekanntlich die Städtische Bädergesellschaft.

75 Prozent Förderung für „arme Kommunen“

Um diese für den angespannten Haushalt große Summe stemmen zu können, hoffen alle Beteiligten nun auf einen 75-prozentigen Zuschuss aus dem Bundeshaushalt. Der Bundestag hatte mit Beschluss des Bundeshaushalts 2025 in einer ersten Tranche Programmmittel in Höhe von 333 Millionen Euro für ein neues Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) bereitgestellt. Iserlohn könnte bei einem Zuschlag auf eine 75-prozentige Förderung der Sanierungsmaßnahmen hoffen, weil die Waldstadt als „arme Kommune“ eingestuft werden kann.

194,6 Millionen Euro Kassenkredite

Wie arm Iserlohn ist, wurde unlängst bei der Haushaltseinbringung durch Bürgermeister Michael Joithe und Kämmerer Michael Woitek deutlich. Die Kassenkredite erhöhen sich in diesem Jahr um 44,6 Millionen Euro auf 194,6 Millionen Euro. In der mittelfristigen Finanzplanung sei mit einem weiteren Anstieg der Kassenkredite auf 311 Millionen Euro zurechnen. Die Kredite für Investitionen steigen, so Woitek bei der Haushaltseinbringung, in diesem Jahr um 22,9 Millionen Euro auf 330,5 Millionen Euro. „Der Haushaltsplan der Stadt Iserlohn 2026 steht unter außergewöhnlich herausfordernden Vorzeichen. Die Entwicklung weist in Richtung einer möglichen dauerhaften Haushaltsnotlage, in der eigenständige Gestaltungsräume kaum noch vorhanden wären.“

Langfristige Nutzung wird gesichert

Durch die Sanierung der Halle ist eine langfristige Nutzung im Sinne der Förderrichtlinien sichergestellt. Das Projekt ist dabei in sich geschlossen, da es sich um eine freistehende Eissporthalle für die Öffentlichkeit, Vereinssport und Schulen handelt. Die nach dem Förderprogramm erforderliche überwiegende öffentliche Nutzung der Eissporthalle wird durch die öffentlichen Öffnungszeiten und den nicht profigebundenen Vereinssport sichergestellt“, stellte die Verwaltung in ihrer Sitzungsvorlage heraus.