Das Industriedenkmal Ahe-Hammer hat den zweiten Stern des Netzwerks WasserEisenLand erhalten. Das Netzwerk würdigt damit die Erfüllung bestimmter Voraussetzungen für die touristische Vermarktung.
Diese Auszeichnung vergibt das Netzwerk WasserEisenLand, ein eingetragener Verein bestehend aus Akteuren wie Kommunen, Industrie- und Handelskammern, Firmen und Betreibern von Museen, der kleine und große Industriemuseen in Südwestfalen unterstützt. Voraussetzung ist die Erfüllung bestimmter Klassifizierungen, die bei der touristischen Vermarktung durch das Netzwerk eine Rolle spielen. Fortan wird der Ahe-Hammer auf einer Touristenkarte im Internet als besonderer Standort mit 2 von 3 zu erreichenden Sternen geführt. Den Antrag hatte die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur eingebracht, nachdem der Förderverein Osemunddenkmal Ahe-Hammer Herscheid/Werdohl regelmäßige Öffnungszeiten, Veranstaltungen und Führungen zum Teil mit Schmiedevorführung anbieten kann.

Ehrenamtlicher Einsatz wird gewürdigt
„Vor allem der stete ehrenamtliche Einsatz des Fördervereins als Partner vor Ort ist mit dem 2. Stern gewürdigt worden. Wir freuen uns gemeinsam über die Auszeichnung, die den Ahe-Hammer als Denkmal und Ausflugsziel noch bekannter machen wird.“, erklärt Ursula Mehrfeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Industriedenkmalstiftung. „Die Sanierung des Ahe-Hammers war sehr komplex und mit großem finanziellem Aufwand verbunden. Mit der Unterstützung starker Partner wie beispielsweise der NRW-Stiftung konnten wir die Herausforderungen meistern“, so Mehrfeld. „Nun laden wir die Menschen der Region ein, dieses wertvolle kulturelle Erbe zu erkunden.“
Dr. Michael Eckhardt, Vorsitzender des Fördervereins Osemunddenkmal Ahe- Hammer Herscheid/Werdohl e.V., zeigt sich erfreut. „Der Ahe-Hammer begeistert mit seiner Technik und lockt damit große und kleine Besucher. Die Auszeichnung ist Bestätigung für unsere Arbeit. Nun können wir besser werben und das Denkmal noch bekannter machen.“
„Eine der Aufgaben von WasserEisenLand ist es, das Wissen um die Industriegeschichte Südwestwestfalens zu bewahren – auch für nachfolgende Generationen. „Daher freuen wir uns besonders, dass der Ahe-Hammer Kindern und Erwachsenen Einblick in eine längst vergangene Welt der Schmiedekunst bietet“, betonte Bettina Hornemann von WasserEisenLand e.V. „Dank der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur als Eigentümerin und des unermüdlichen Einsatzes der Mitarbeiter des Fördervereins kann der Erhalt dieses außergewöhnlichen Technikdenkmals gesichert werden.“
Der Förderverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben der Erhaltung und Pflege des Denkmals auch seine Geschichte und Bedeutung zu vermitteln. Regelmäßig finden Führungen und Veranstaltungen statt, bei denen die Türen des Denkmals offenstehen. Dabei wird die spezielle Osemundtechnik vorgestellt, die als historischer Beleg für die heute existierende Metallindustrie im Märkischen Kreises gilt, und die Bedeutung weit über die Grenzen der Region Märkisches Sauerland hinaus erlangt hat. Bei den beliebten Schmiedevorführungen können Besucher den Arbeitsvorgang erleben und erhalten interessante Einblicke in die beschwerliche Arbeits- und Alltagswelt eines damaligen Schmieds.
Nächste Öffnung am 9. Juli
Das Industriemuseum Ahe-Hammer ist von Juni bis September an jedem 2. Sonntag im Monat geöffnet und es werden Führungen angeboten. Die nächste Öffnung des Denkmals ist am 9. Juli von 14 bis 17 Uhr.
Hintergrund
Der Förderverein Osemunddenkmal Ahe-Hammer Herscheid/Werdohl e.V. wurde unter Mitwirkung der Gemeinden Herscheid und Werdohl 2015 gegründet. Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Sie unterstützen die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur bei der Erhaltung, Pflege und Nutzung der Gebäude, Anlagen und musealen Einrichtungen des Ahe-Hammers und in der Dokumentation und Vermittlung der Geschichte des Denkmals sowie der Osemundtechnologie als Wiege der heute existierenden Metallindustrie im Märkischen Kreis.










