Auf der Heedfelder Straße, im Bereich der Einmündungen von Freisenbergstraße sowie „In der Dönne“, geriet der Fahrer eines Mercedes AMG 63 in den Gegenverkehr. Eine entgegenkommende Bochumerin konnte die Kollision nicht mehr verhindern, der Mercedes prallte ihrem VW mit voller Wucht in die Seite – genau in Höhe der Fahrertür. Die 56 Jahre alte VW-Fahrerin wurde in ihrem Auto eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Die Feuerwehr befreite sie aus dem völlig zerstörten Passat.
Mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 8“ aus Lünen wurde sie in die Unfallklinik Dortmund-Nord geflogen. Inzischen ist sie nach Angaben von Polizeipressesprecher Christoph Hüls immerhin außer Lebensgefahr. Ein 13-jähriges Kind, dass ebenfalls im Bochumer Passat saß, wurde bei dem heftigen Zusammenstoß lediglich leichtverletzt.
Im Gegensatz zum Mercedes-Fahrer. Dessen Fahrer war ein 27 Jahre alter Lüdenscheider, der nach Angaben der Polizei nicht Halter der sportlichen Limousine ist, wurde ebenfalls schwer-, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Der Achtzylinder-Mercedes, der je nach Bauart um 500 PS hat, trug ein Dortmunder Kennzeichen. Ob die hohe Leistung oder die gefahrene Geschwindigkeit bei dem Unfallhergang relevant ist, müssen nun die weiteren Ermittlungen der Polizei ergeben. Erlaubt sind an der Stelle Tempo 50.
Der Sachschaden ist enorm. Die Beamten gegen von mindestens 50.000 Euro aus, möglicherweise noch deutlich mehr. Den Einsatzkräften zeigte sich ein Bild der Verwüstung. Am VW Passat wurde ein komplettes Federbein samt Rad abgerissen und lag auf der Straße. Auch der deutlich schwerere Mercedes wurde wurde massiv beschädigt.
Ein weiteres Fahrzeug, ebenfalls mit Kennzeichen aus dem Ruhrgebiet, wäre beinahe noch in den Unfall verwickelt worden. Der Fahrer aus Castrop-Rauxel konnte aber rechtzeitig bremsen, so dass er und seine Familie unbehelligt blieben.
Durch die nahegelegene Interims-Wache trafen die ersten Einsatzkräfte schnell an der Unfallstelle ein. Bemerkenswert: Die Wachbesatzung am Römerweg kam nicht aus Lüdenscheid: Es handelte sich um eine Delegation aus Iserlohn, die nun mehrfach die neue Wache besetzen. Darüber hinaus nicht von der dortigen Berufsfeuerwehr, sondern sieben ehrenamtliche Kräfte. Für die Hauptamtlichen der Lüdenscheider Wache war das auch ein aussergewöhnlicher Moment. Überörtliche Hilfe wird bei Großeinsatzlagen regelmäßig geleistet, aber in dieser Konstellation war das ohne Zweifel ungewöhnlich und als Akt der Solidarität wahrgenommen.
Für die Autofahrer rund um den Zubringer wurde die Situation zur Geduldsprobe. Rund um die Unfallstelle wurde großräumig abgesperrt, auch zur Landung des Rettungshubschraubers. Die Rettungsmaßnahmen und vor allen die anschließende Unfallaufnahme dauerten einige Stunden.
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