Die Starkregen- und Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hat auch die wichtige Infrastruktur der Waldwege in Nordrhein-Westfalen erheblich getroffen. Landesweit wurde rund 800 Kilometer Wegstrecke in den Wäldern zerstört oder stark beschädigt. Über 500 Kilometer davon befinden sich derzeit in der Planungs- und Wiederaufbauphase. Auch im Wald des Märkischen Kreises haben Sturm und Starkregen schwere Schäden verursacht.
Der Forstweg In den Lohen befindet sich in der Nähe der Ortschaft Gasmert, wo anlässlich des zweiten Jahrestages der Flutkatastrophe eine Zusammenkunft stattfand, zu der das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Landesbetrieb Wald und Holz eingeladen hatten.
Forstministerin Silke Gorißen: „Wir alle haben noch die schrecklichen Bilder dieser schweren Naturkatastrophe vor Augen. Auch in den Wäldern haben der Starkregen und das Hochwasser tiefe Spuren hinterlassen und vielerorts Waldwege unpassierbar gemacht. Die Landesregierung unterstützt daher auch den Wiederaufbau des Waldwegenetzes, der Stück für Stück vorangeht. Wir brauchen gute Waldwege, damit wir den Naturschatz Wald mit seinen einzigartigen Attraktionen erwandern und erleben können. Zuverlässige Wege sind außerdem für Feuerwehren und Einsatzkräfte notwendig, um schnell zur Waldbrandstelle zu gelangen. Zudem funktioniert die Wiederbewaldung nur mit einem ordentlichen Wegenetz, das auch wichtig ist für den Transport von Holz.“
Das Forstministerium Nordrhein-Westfalen hat sich deshalb sehr frühzeitig dafür eingesetzt, dass betroffene Kommunen in Zusammenarbeit mit den Regionalforstämtern die Wegeinfrastruktur in Wäldern im Rahmen der Förderrichtlinie Wiederaufbau schnell und möglichst unkompliziert wiederaufbauen können. Hierbei wurde auch bedacht, dass es für die vielen privater Waldbesitzer in Nordrhein-Westfalen unkomplizierte Lösungen gibt, damit das Wegenetz wieder instandgesetzt werden kann.



Forstministerin Silke Gorißen: „Die engagierte Gemeinde Herscheid, die hiesigen privaten Waldbesitzer und die tatkräftigen Mitarbeiter des Regionalforstamts Märkisches Sauerland zeigen, wie gute Zusammenarbeit aus einem Guss funktioniert, um mithilfe von Fördermitteln das Waldwegenetz wieder in Schuss zu bringen. Genauso wie hier im Märkischen Kreis geht es nun an weiteren Waldwegen in den betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen vorwärts.“
Auch Bürgermeister Schmalenbach freute sich über den Besuch der Ministerin und zeigte sich zufrieden mit dem Fortschreiten des Wiederaufbaus: „Für uns als staatlich anerkannter Erholungsort mit hohem Waldanteil hat die Wiederherstellung der beschädigten Waldwege eine besonders große Bedeutung. Ich freue mich, dass dank der guten Zusammenarbeit mit dem Regionalforstamt die ersten Waldwege erneuert sind. Selbstverständlich unterstützen wir als Gemeinde auch bei den privaten Waldwegen, für die eine Förderung in diesen Tagen bereits bewilligt wurde. So kann die notwendige Wiederaufforstung erfolgen und der Brandschutz im Wald gewährleistet werden.“
Uwe Schmalenbach lud Ministerin Silke Gorißen anschließend dazu ein, sich ins Goldene Buch der Gemeinde einzutragen. „Es ist mir eine Freude und eine Ehre“, sagte sie und unterschrieb. Neben der Ministerin waren auch verschiedenste Vertreter des Regionalfortamtes, der Forstbetriebsgemeinschaft Herscheid, der Verwaltungsspitze, der Feuerwehr und auch Waldeigentümer vor Ort, um sich anschließend bei einem kleinen Imbiss über das Thema des Tages auszutauschen. Zum Schluss hatte Forstamtsleiter Jörn Hevendehl noch Absetzer einer Stieleiche mit im Gepäck und verschenkte die kleinen Bäume an Ministerin Gorißen und alle Besucher.
Wiederaufbau von Waldwegen bis 100 Prozent Förderung möglich
Die Förderung des Wiederaufbaus der Wald- und Forstwege erfolgt überwiegend im Rahmen des kommunalen Wiederaufbaus der Förderrichtlinie „Wiederaufbau Nordrhein-Westfalen“. Mit der jüngsten Novellierung der Richtlinie wurde die Zusammenarbeit mit den betroffenen Kommunen vereinfacht und eine 100-prozentige Unterstützung für private Waldbesitzerinnen und Besitzer sichergestellt – so, wie dies auch beim Wiederaufbau der Wald- und Forstwege in Herscheid der Fall ist.
Dier Antragfrist für Wiederaufbauförderung ist auf Initiative des Landes NRW bis zum 30. Juni 2026 verlängert worden.
Weitere Informationen zur Förderung gibts hier.
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