In der Nacht zu Donnerstag, 22. Oktober, hat die Feuerwehr eine Frau bei einem Wohnungsbrand in Iserlohn-Hennen über eine tragbare Leiter vom Balkon gerettet. Die Bewohnerin befand sich in akuter Lebensgefahr. Das Feuer griff auf weitere Räume und die Dachkonstruktion über. Das Wohnhaus ist vorerst unbewohnbar.

Gegen 23.40 Uhr wurde die Feuerwehr zur Straße „In der Schlenke“ alarmiert. Anrufer hatten eine brennende Wohnung gemeldet und darauf hingewiesen, dass sich noch Menschen im Gebäude befinden könnten.

Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, hatten sich bereits fast alle Bewohner ins Freie gerettet. Die Bewohnerin der Brandwohnung hatte sich auf ihren Balkon geflüchtet. Dort drohte ihr weiterhin der Rauch. Die Einsatzkräfte stellten auf der Gebäuderückseite eine tragbare Leiter auf und brachten die Frau damit in Sicherheit.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde die Feuerwehr Iserlohn mit dem Stichwort "Feuer 2 - Mehrfache Menschenrettung" in den Ortsteil Hennen alarmiert.
Foto: Feuerwehr Iserlohn

Ein Rettungsdienstteam und ein Notarzt untersuchten und behandelten die Bewohnerin. Anschließend transportierten sie die Frau in ein Hagener Krankenhaus. Die übrigen Bewohner betreute der Rettungsdienst vor Ort. Sie mussten nicht ins Krankenhaus.

Feuer greift auf Dachkonstruktion über

Während die Einsatzkräfte die Bewohnerin retteten, ging ein weiterer Trupp durch das Treppenhaus in die Brandwohnung vor. Das Feuer hatte sich bereits auf angrenzende Räume und durch zerplatzte Fenster auf die Dachkonstruktion ausgebreitet.

Mehrere Trupps bekämpften die Flammen im Innenangriff. Außerdem kontrollierten und belüfteten sie das Treppenhaus. Über eine Drehleiter öffneten die Feuerwehrleute Teile der Fassade, um die brennende Dachkonstruktion zu erreichen und Glutnester aufzuspüren.

Alarmiert wurden der Löschzug der Berufsfeuerwehr, die Löschgruppen Hennen, Leckingsen und Drüpplingsen, die Sondereinheit Funk sowie ein Rettungswagen der Feuerwehr Iserlohn.
Foto: Feuerwehr Iserlohn

Durch das Löschwasser drang Wasser in weitere Wohnungen ein. Die Stadtwerke Iserlohn mussten deshalb die Stromversorgung des Gebäudes abschalten. Das Wohnhaus ist vorerst nicht bewohnbar.

Polizei ermittelt zur Brandursache

Neben dem Löschzug der Berufsfeuerwehr waren die Löschgruppen Hennen, Leckingsen und Drüpplingsen sowie die Sondereinheit Funk im Einsatz. Weitere Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug unterstützten die Versorgung der Bewohner.

Gegen 2.15 Uhr übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle nach Abschluss der Löscharbeiten und Kontrollen an die Polizei. Diese ermittelt nun zur Brandursache.